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23.03.2017

07:07 Uhr

Steuereinnahmen

Deutliches Plus für Bund und Länder

Die Steuereinnahmen in Deutschland sind im vergangenen Monat deutlich angestiegen. Der Monatsbericht des Bundesfinanzministerium weist ein Plus von über acht Prozent aus. Auch Zahlen zum Länderfinanzausgleich liegen vor.

Geldberge aus der Goldwaage: Am Donnerstag legte das Finanzministerium die endgültigen Zahlen zum Landesfinanzausgleich vor. dpa

Länderfinanzausgleich

Geldberge aus der Goldwaage: Am Donnerstag legte das Finanzministerium die endgültigen Zahlen zum Landesfinanzausgleich vor.

BerlinDie Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen sind im Februar kräftig gestiegen. Das Gesamtaufkommen (ohne reine Gemeindesteuern) kletterte im Februar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,3 Prozent, wie aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht.

Das Plus sei vor allem auf Zuwächse bei der Lohnsteuer sowie einen kräftigen Anstieg bei der Umsatzsteuer zurückzuführen - was Folge der anhaltend hohen Beschäftigung sowie Lohnsteigerungen ist und des stärkeren Privatkonsums. Auch die Steuereinnahmen aus Unternehmensgewinnen haben zugenommen.

Eine deutliche Zunahme verzeichneten die Staatskassen zudem bei den Einnahmen aus der Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge. „Der Anstieg ... könnte auf Einnahmen aus der Besteuerung von Veräußerungserträgen zurückzuführen sein“, heißt es.

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Jetzt ist auch Hamburg im Finanzausgleich der Länder zum Empfänger geworden. Die ohnehin schon kleine Zahl der Zahlerländer ist im Vorjahr damit weiter geschrumpft – von vier auf nur noch drei.

In den ersten zwei Monaten 2017 lag das Plus bei den Steuereinnahmen bei 6,2 Prozent. Die Steuereinnahmen stiegen auf insgesamt 95,595 Milliarden Euro. Das liegt weit über dem bisher für das Jahr 2017 insgesamt geschätzten Zuwachs von 2,9 Prozent. Anfang Mai steht die nächste Steuerschätzung an.

Die Konjunktur und hohe Beschäftigung dürften den Steueranstieg kaum abwürgen. Das Finanzministerium rechnet mit einer weiter guten Entwicklung: „Die Wirtschaftsdaten deuten insgesamt auf eine Fortsetzung der konjunkturellen Aufwärtsbewegung hin.“

Der Beschäftigungsaufbau entwickele sich weiter dynamisch, die Arbeitslosigkeit gehe weiter zurück. Der Preisanstieg habe im Februar mit 2,2 Prozent den höchsten Stand seit Sommer 2012 erreicht und erstmals wieder leicht über dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von „nahe, aber unter 2 Prozent“ gelegen.

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