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22.11.2012

02:01 Uhr

Steuereinnahmen

Lohnerhöhungen füllen die Kasse bei Bund und Ländern

Mit seinen Steuereinnahmen steht Deutschland in diesem Jahr glänzend da: Auch für Oktober meldete das Bundesfinanzamt ein Plus. Grund dafür ist vor allem die Lage am Arbeitsmarkt. Doch es gibt auch einen Wermutstropfen.

Erneut sind die Steuereinnahmen in Deutschland gewachsen. dpa

Erneut sind die Steuereinnahmen in Deutschland gewachsen.

BerlinDie deutschen Steuereinnahmen sind in diesem Jahr weiter auf Rekordkurs. Im Oktober verbuchten Bund und Länder im Vergleich zum vergangenen Jahr ein Plus von 2,5 Prozent. Das geht aus dem neuesten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervor.

Danach summierten sich die Steuereinnahmen von Januar bis Oktober - ohne reine Gemeindesteuern - auf rund 441,0 Milliarden Euro. Das sind 5,4 Prozent mehr als in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres.

Vor wenigen Wochen hatte die offizielle Steuerschätzung bereits ergeben, dass die Steuereinnahmen - einschließlich der Gemeindesteuern - im laufenden Jahr erstmals über die Marke von 600 Milliarden Euro klettern.

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Allerdings wachsen die Steuereinnahmen von Bund und Ländern wie die deutsche Wirtschaft deutlich langsamer. Im Oktober summierten sie sich auf 37,7 Milliarden Euro, was einem Plus von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht.

Von Januar bis Oktober legten sie mit 5,4 Prozent mehr als doppelt so stark zu, schrieb das Bundesfinanzministerium in seinem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht. Im September lag das Plus noch bei 4,2 Prozent.

Garant für den Steuerzuwachs ist die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt. Der Staat profitiert dabei unter anderem von der guten Beschäftigungslage und den jüngsten Lohnerhöhungen. Dadurch zogen die Einnahmen aus der Lohnsteuer um 6,7 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro an. Dagegen gingen die Umsatzsteuern um 3,7 Prozent auf 15,4 Milliarden Euro zurück.

Ein Grund für die langsamer wachsenden Steuereinnahmen dürfte die schwächere Konjunktur sein. Im dritten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt nur noch um 0,2 Prozent zu; für das Schlussquartal rechnen viele Ökonomen sogar mit einem Minus.

"Im Winterhalbjahr dürfte es zu einer temporären 'Konjunkturdelle' kommen", sagt das Finanzministerium voraus. Die Exporterwartungen der Unternehmen und die Auslandsaufträge zeigten "eine deutliche Abwärtsbewegung".

Die Kauflaune der Verbraucher sei aber noch gut. "Der private Konsum dürfte auch im Schlussquartal stützend wirken", hieß es. Dazu dürften neben der noch guten Lage am Arbeitsmarkt auch die ruhige Entwicklung der Verbraucherpreise beitragen.

Kommentare (4)

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tomtom

22.11.2012, 03:55 Uhr

Das Zitat : "Dagegen gingen die Umsatzsteuern um 3,7 Prozent auf 15,4 Milliarden Euro zurück."
...und das Zitat:
"Die Kauflaune der Verbraucher sei aber noch gut. "Der private Konsum dürfte auch im Schlussquartal stützend wirken", hieß es."

Widersprechen sich total. Wie kann sich das MwSt Aufkommen verringern (Umsatzsteuer ist Mehrwertsteuer) wenn der Konsum angeblich steigen soll ??? Dann sollte doch auch das Steueraufkommen steigen.
Ich denke mal das ist die alljährliche Weihnachtskonsum Propaganda zu sein, bei der man das Gefühl bekommen soll, das man sich beeilen muss damit die Regale nicht leer sind, wenn man kommt.

schilda

22.11.2012, 06:44 Uhr

ja stimmt,der anteil der unternehmenssteuern am gesamtaufkommen geht immer weiter zurück.

im übrigen zahlen die kleinen leute und arbeitnehmer die steuerentlastung der unternehmen.

für die ansteigenden kriegsmilliarden und rettungsmilliarden sind die steigenden steuereinnahmen immer noch vielzu gering

regierungsmantra,damit die zugeschminkte gemeinwohlverkäuferin merkel noch in den schlaf findet

Account gelöscht!

22.11.2012, 07:58 Uhr

"Mit seinen Steuereinnahmen steht Deutschland in diesem Jahr glänzend da: "

Und zu welchem Preis bitte?
Dafür dass der deutsche Schafsmichel 60% im Jahr für den Staat arbeitet? Überlegen muss was passiert wenn die Stromrechnung zu teuer wird? Angst vor Altersarmut hat? Angst vor der nächsten Benzinrechnung bekommt?

Was kommt als nächstes? Glänzende Rekordeinsparungen im Gesundheitssystem durch das spritzen von flüssigem Rattengift?

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