Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.03.2013

10:45 Uhr

Steuerliche Absetzbarkeit

SPD-Fraktionsvize will Managergehälter per Gesetz begrenzen

Joachim Poß kündigte an, seine Partei wolle die steuerliche Absetzbarkeit von Boni und Abfindungen begrenzen. Die von Gewerkschaften geforderte Gehaltsobergrenze wird geprüft.

Joachim Poß ist Finanzexperte und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD. dpa

Joachim Poß ist Finanzexperte und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD.

PassauAngesichts der Debatte über Managergehälter hat auch die SPD eine baldige eigene Gesetzesinitiative angekündigt. "Wir fordern, die steuerliche Absetzbarkeit von Vergütungen, Boni und Abfindungen zu begrenzen", sagte SPD-Fraktionsvize Joachim Poß der "Passauer Neuen Presse" vom Freitag. Der Teil, der 500.000 Euro im Jahr übersteige, solle nur noch zur Hälfte steuerlich absetzbar sein.

Geprüft werde zudem, ob eine Anregung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) für Gehaltsobergrenzen übernommen werden solle: Managergehälter dürften dann eine bestimmte Relation zu den Durchschnittsgehältern im Betrieb nicht überschreiten. "Wir werden mit unseren Initiativen feststellen, ob die Kanzlerin sich wirklich bewegt", sagte Poß der "PNP".

Gehaltsstudie: Welche Führungskräfte am besten verdienen

Gehaltsstudie

Welche Führungskräfte am besten verdienen

Millionenboni für Spitzenmanager werden scharf diskutiert. Doch auch auf der mittleren Führungsebene sind Bonuszahlungen weit verbreitet, zeigt die Vergütungsstudie der Unternehmensberatung Kienbaum.

Die Unionsfraktion im Bundestag hatte nach der Volksabstimmung in der Schweiz über die Begrenzung von Managergehältern eine eigene Initiative angekündigt. Demnach sollen künftig die Aktionäre auf der Hauptversammlung über die Spitzenbezüge entscheiden und die Top-Gehälter einzeln veröffentlicht werden. Eine Obergrenze für die Bezüge soll aber nicht festgelegt werden.

Sollen Managergehälter gedeckelt werden, Herr Rürup?

Video: Sollen Managergehälter gedeckelt werden, Herr Rürup?

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Von

afp

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

15.03.2013, 18:59 Uhr

Die Milliardenboni der Manager sind doch nur ein Trinkgeld gegen das, was die Eigner abschöpfen.

Wer weist endlich die gierigen (Multi)milliardäre und deren finanztechnische Piratenschiffe (Hedgefonds etc.)in die Schranken?

Und wer legt endlich die Piratennester (Steueroasen) trocken (City of London und die vielen Inselchen)????

Das hier sind doch nur Beruhigungsdrops für die Unwissenden!

Account gelöscht!

16.03.2013, 11:48 Uhr

Herr Poss besser POLITIKER-PENSIONEN und -DIÄTEN SENKEN !!! Das sind die wahren Ausbeuter !

Die Spar-Bürger und Steuerzahl-Bürger werden ausgeplündert aber die Politiker werden auf unsere Kosten reich gemacht. Frau Schavan mit 13.000 EUR Pension bis zur Bahre. Vorher 300.000 EUR "Übergangsgeld". EU-Beamte als "Absahner". Dort sitzen die Vasallen und Schmarotzer.

Mit dem Thema "Managergehälter" soll nur insesamt das Einkommen gesenkt werden, damit die Leute untereinander nicht neidisch sind und jeder "wenig" hat. Ja wie "gerecht" ... haha.

Think-Tank

19.03.2013, 02:27 Uhr

Nein, ich stimme dem "george.orwell" nicht zu. Der Schritt von "den Managern" auf die Arbeitnehmer zuzugehen ist notwendig, um dann und in Folge dessen bis zum Kapital vorzurücken.

Nur wenn wir unsere "Mittelsmänner" einnorden, gelingt auch das klärende Gespräch in punkto Verzinsung, Dividende und Anlageform/ -rendite.

Wenn ein Volk seine Manager überzeugt und diese mit ins Boot nimmt, kann das Kapital nicht flüchten...

Denk mal drüber nach, George!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×