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20.06.2013

12:45 Uhr

Steuerliche Gleichstellung

Union will Freibeträge und Kindergeld anheben

Die Union will bei der Steuerentlastung Kinder und Erwachsene gleichstellen. Davon profitieren vor allem besserverdienende Familien. Für die anderen soll es mehr Kindergeld geben.

Vorstellung in Berlin: Familienministerin Kristina Schröder und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) berichten über familienpolitische Leistungen des Staates. dpa

Vorstellung in Berlin: Familienministerin Kristina Schröder und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) berichten über familienpolitische Leistungen des Staates.

BerlinDie Union will nach der Bundestagswahl das System von Ehegattensplitting, Kindergeld und Steuerfreibeträgen zu einem „faktischen Familiensplitting“ weiterentwickeln. Kinder wie Erwachsene sollten künftig den gleichen Grundfreibetrag bei der Steuer erhalten, kündigten Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) bei der Vorstellung eines Berichtes über familienpolitische Leistungen des Staates am Donnerstag in Berlin an.

Zugleich solle das Kindergeld angehoben werden, damit auch jene Familien bessergestellt würden, die nicht von einer Freibetragsanhebung profitierten, sagte Schröder.

Nach Angaben Schäubles würde durch die Anhebung des Kinderfreibetrags auf das Niveau von Erwachsenen eine Durchschnittsfamilie mit rund 250 Euro zusätzlich im Jahr entlastet. Wie hoch das Kindergeld dann für mittlere und gering verdienende Familien angehoben werden soll, sagten weder Schäuble noch Schröder.

Schäuble sprach sich dafür aus, die steuerliche Gleichstellung in einem Schritt vorzunehmen. Gleichwohl sei der Finanzspielraum des Staates nicht größer geworden. Das in der kommende Woche vorliegende Wahlprogramm von CDU und CSU werde auch in der Familienpolitik „keine unrealistischen Versprechungen“ enthalten.

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Schröder sagte: „Familiensplitting heißt für uns: Ehepaare und Lebenspartnerschaften haben das Ehegattensplitting, weil sie dauerhaft Verantwortung füreinander übernehmen.“ Eltern mit Kindern profitierten stärker als bisher von der neuen steuerlichen Gleichbehandlung bei den Freibeträgen. „Und bei Familien, in denen beides, also Ehe und Kinder, zusammenfällt, wirkt die Kombination von beiden Vorteilen am stärksten.“ Ziel ihrer Familienpolitik sei es, „nicht Reichtum zu belohnen, sondern Kinderreichtum“.

Vom Ehegattensplitting profitieren vor allem Paare, in denen die Partner sehr unterschiedliche Einkommen haben.

Zu den kritischen Stimmen innerhalb der Union über das Elterngeld sagte Schröder: „Dieses steht für mich nicht zur Disposition - auch nicht für Volker Kauder, so wie ich ihn verstanden habe.“ Der CDU/CSU-Fraktionschef hatte mehrfach eine Überprüfung des Elterngeldes nach der Wahl angekündigt. Das Elterngeld als Lohnersatzleistung für die ersten 14 Monate nach einer Geburt ist vor allem im konservativen Flügel der Union umstritten.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

20.06.2013, 13:22 Uhr

Wie lange ist die CDU am Ruder? und sie hat nichts in der Richtung unternommen. Die Familienministerin hat alle Ihre Ziele verhauen.

Warum Sollte irgendjemand das von dieser Partei in den nächsten 4 Jahren erwarten?

Besser die kommen weg!

Elfredo2u

20.06.2013, 14:09 Uhr

....Wurde Artikel 5 des Grundgesetzes durch die Redaktion
neu definiert oder wird hier eine unzulässige Zensur
betrieben...??

goetrich

20.06.2013, 15:00 Uhr

Rot-Grün war auch länger am Trog der Macht. Und was haben sie getan?: den größten Sozialverrat der Nachkriegszeit eingeführt, ohne Not. Arbeitnehmer, Rentner und Schwache wurden massiv betrogen und netto immer mehr abgezockt. Mit der Folge von kommenden Armutsrenten in unvorstellbarem Ausmaß. Leider hat Schwarz-Gelb auch nicht gegengesteuert. Sie machten den Betrug weiter. Also sollte man keine der verlogenen und korrupten Altparteien mehr wählen. Es gibt reichlich Alternativen, z.B. die Freien Wähler, die AfD, und viele mehr, nur keine Stimme mehr an die Altparteien, damit sie endlich noch mehr geschwächt werden. Und wer direkt gegen den Euro- und EU-Murks stimmen will, wählt die AfD direkt.

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