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17.07.2012

11:09 Uhr

Steuerreform

Schäuble plant kleine Unternehmenssteuer

VonDonata Riedel

Weniger Bürokratie, Besserstellung bei Verlustvortrag: Die schwarz-gelbe Koalition plant nun doch noch eine Firmensteuerreform „light“. Allerdings sind Steuerausfälle vorprogrammiert.

Schäubles Finanzministerium erwartet Steuerausfälle in dreistelliger Millionenhöhe. dpa

Schäubles Finanzministerium erwartet Steuerausfälle in dreistelliger Millionenhöhe.

BerlinUnion und FDP wollen im Herbst doch noch eine kleine Unternehmensteuerreform auf den Weg bringen. Ein Gesetzentwurf wird derzeit im Finanzministerium erarbeitet. „Im Bereich der Unternehmensteuern sehen wir weiterhin Reformbedarf“, sagte Klaus-Peter Flosbach (CDU), finanzpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, dem Handelsblatt. Er warnte die Wirtschaft vor hohen Erwartungen. „Gleichzeitig müssen wir uns an dem orientieren, was eine realistische Chance auf Zustimmung im Bundesrat hat“, sagte er. Die Länderkammer lehnt Änderungen ab, die das Steueraufkommen mindern.

Entlastet werden die Unternehmen deshalb vor allem von Bürokratie. Für Konzerne sollen Formfehler bei Gewinnabführungsverträgen zwischen Mutter- und Tochtergesellschaften künftig keine Nachteile mehr haben. Wenn sich der Fehler erst nach Jahren bei einer Betriebsprüfung herausstellt, müssen sie heute rückwirkend die Gewinnabführung ändern.

Künftig soll dieser „Fallbeileffekt vermieden werden“, so Flosbach. Erwogen wird, dass künftig die Finanzämter den vom Wirtschaftsprüfer testierten Gewinn bei bilanzrechtlichen Zweifelsfragen akzeptieren.

Für den Mittelstand soll der Verlustrücktrag ausgeweitet werden: Wenn auf ein Jahr mit gutem Gewinn eines mit hohen Verlusten folgt, soll das Unternehmen künftig bis zu eine Million Euro Verlust vom Vorjahresgewinn abziehen können; bisher liegt diese Grenze bei 511 000 Euro. „Gerade dem Mittelstand hilft der erweiterte Verlustrücktrag sehr“, sagte Matthias Lefarth, Steuerabteilungsleiter beim Handwerksverband ZDH.

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

17.07.2012, 13:02 Uhr

Was soll das jetzt sein? Ein Almosen für die Deutsche Wirtschaft, die er gerade mit seiner deutschlandfeindlichen und volksverräterischen Europapolitik zerstört?

Packt den Typen in eine Kiste und schickt ihn nach Peking. Davon träumt er doch.

Account gelöscht!

17.07.2012, 13:18 Uhr

Das sit doch nett von Schäuble.
Aer der die hohe Progression bei den Arbeitnehmern bleibt.

Mazi

17.07.2012, 13:20 Uhr

Niemand hat die Absicht ...

Herr Schäuble, Sie haben uns und die Abgeordneten des deutschen Bundesages doch schon so oft belogen. Was soll das schon wieder?

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