Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.04.2014

10:00 Uhr

Steuersünder unter Druck

Starker Bargeldschmuggel aus der Schweiz

Zurzeit versuchen Dutzende Steuersünder, Schwarzgeld aus der Schweiz nach Deutschland zu holen. Bei jedem dritten Auto wird das Zollamt fündig. Manche Deutsche greifen bei den Schmuggelaktionen tief in die Trickkiste.

Ein Beamter vom Hauptzollamt Ulm kontrolliert bei einer Fahrzeugkontrolle sichergestellte Euro-Banknoten. dapd

Ein Beamter vom Hauptzollamt Ulm kontrolliert bei einer Fahrzeugkontrolle sichergestellte Euro-Banknoten.

BerlinZahlreiche Steuersünder versuchen zurzeit, Schwarzgeld aus der Schweiz zurück nach Deutschland zu schmuggeln. „Zum Teil werden wir bei jedem dritten Auto fündig“, sagte Hagen Kohlmann vom Hauptzollamt Ulm der „Wirtschaftswoche“. Neben der Zahl der Delikte stiegen auch die geschmuggelten Summen. Diese lägen immer häufiger im sechsstelligen Bereich, sagte Kohlmann, der für die Grenzen im Dreiländereck Deutschland-Österreich-Schweiz zuständig ist.

Die Obergrenze für die Einfuhr von undeklariertem Bargeld in die EU liegt bei 10 000 Euro. Bereits 2013 hatten deutsche Zollbeamte die Rekordsumme von 573 Millionen Euro Schwarzgeld sichergestellt. 2012 waren es gerade einmal 9,3 Millionen Euro.

Bei den Rückholaktionen greifen manche Deutsche tief in die Trickkiste. „Wir stoßen immer öfter auf Autos mit vier oder sogar fünf Insassen, von denen jeder 9800 oder 9900 Euro dabei hat“, zitiert das Magazin Zollbeamte. Zwar können die Behörden dann kein Bußgeld verhängen, aber sie können das zuständige Finanzamt über den Bargeldfund informieren.

Steuerhinterziehung: Mit diesen Tricks machen Sie sich fast zum Hoeneß

Steuerhinterziehung

Mit diesen Tricks machen Sie sich fast zum Hoeneß

Bayern-Präsident Uli Hoeneß muss wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe ins Gefängnis. Doch auch der unbescholtene Bürger wird schnell zum Hinterzieher. Welche Steuertricks noch durchgehen und wo Konsequenzen drohen.

Viele Banken in der Schweiz haben ihren Kunden ein Ultimatum bis Jahresende gesetzt, sich steuerehrlich zu machen. Diese Weißgeldstrategie zwingt zahlreiche Steuersünder zum Handeln. In Deutschland ist die Zahl der Selbstanzeigen von Steuerbetrügern spürbar angestiegen.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×