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22.05.2012

18:10 Uhr

Steuervereinfachungen

Rösler und Schäuble finden Kompromiss

Im Ringen um Steuervereinfachungen sind Finanzminister Schäuble weitere Einigungen geglückt. Mit Thomas de Maizière änderte er Regelungen zum Wehrsold. Auch mit Wirtschaftsminister Rösler fand er einen Kompromiss.

Finanzminister Schäuble (links) und Wirtschaftsminister Rösler könnten sich auf Steuervereinfachungen einigen. Reuters

Finanzminister Schäuble (links) und Wirtschaftsminister Rösler könnten sich auf Steuervereinfachungen einigen.

BerlinFinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) haben sich auf einen Kompromiss für eine weitere Steuervereinfachung in Unternehmen verständigt. Künftig müssen Firmen Rechnungen und Belege nicht mehr zehn Jahre aufbewahren. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa soll von 2013 an eine Aufbewahrungsfrist von acht Jahren gelten und ab 2015 von dann dauerhaft sieben Jahren.

Die Maßnahme soll an diesem Mittwoch als Teil des Jahressteuergesetzes vom Kabinett verabschiedet werden. Ursprünglich hatte Rösler eine Verkürzung auf fünf Jahre gefordert. Dies stieß aber auf Widerstand der Länder. Schäuble wollte die kürzere Aufbewahrungsfrist gesondert regeln, Rösler dagegen hatte auf eine Anbindung ans Jahressteuergesetz gepocht.

Zuvor hatten sich Schäuble und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) bereits auf einen Kompromiss zur Wehrsold-Besteuerung verständigt. Sie ist ebenfalls Teil des Jahressteuergesetzes 2013. Demnach soll beim freiwilligen Wehrdienst nur noch der Gehaltsbestandteil „Wehrsold“ steuerfrei sein. Die weiteren Bezüge werden hingegen steuerpflichtig, wie dpa am Montag berichtet hatte.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sollen nur noch der Tagessatz in Höhe von 9,41 Euro bis 11,71 Euro sowie die Leistungen für Bekleidung und ärztliche Versorgung steuerfrei sein. Auf alle sonstigen Geld- und Sachbezüge müssten vom 1. Januar 2013 an Steuern gezahlt werden. Die Reform trifft aber nur Wehrdienstleistende, die nach dem 1. Januar 2013 zur Bundeswehr gehen.

Das Ministerium legte eine Rechnung vor, wonach erst vom zwölften Monat an auf eine Monatsleistung von etwa 991 Euro eine Lohnsteuer von 11,83 Euro gezahlt werden muss. Bei einem Auszahlungsbetrag von 1117 Euro nach 20 Monaten erhöhe sich die Steuer auf 29,75 Euro.

Von

dpa

Kommentare (3)

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merxdunix

22.05.2012, 18:38 Uhr

Nach harten und zähen Verhandlungen konnte die FDP letztlich diesen Kompromiss bei der Aufbewahrungsfrist durchsetzen! Jetzt weis jeder wofür Rösler noch geraucht wurde und Röttgen nicht.

Nachwuchs

22.05.2012, 18:48 Uhr

Wieder nur Kompromiss für die Wirtschaft zu Lasten der deutschen Bürger. Diese werden von unseren Politikern nur ausgenommen und verachtet. Wann merken diese Leute, das man aus Steinen kein Wein pressen kann?

c831648

22.05.2012, 23:04 Uhr

man merkt förmlich die steuervereinfachung!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
die da entsteht....

*sarcasm

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