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12.10.2012

14:03 Uhr

Strafverfolgung nach 1945

Bundesrat will homosexuelle Männer rehabilitieren

Bis in die sechziger Jahre stand Homosexualität in Deutschland unter Strafe. Der Bundesrat fordert nun von der Bundesregierung eine Rehabilitierung der verurteilten Männer.

Ein homosexuelles Paar auf dem Christopher Street Day in Thüringen. dpa

Ein homosexuelles Paar auf dem Christopher Street Day in Thüringen.

BerlinDer Bundesrat tritt für die Rehabilitierung homosexueller Männer ein, die in beiden deutschen Staaten noch bis in die sechziger Jahre zu Haftstrafen verurteilt worden waren. Die Bundesregierung solle darlegen, wie die wegen einvernehmlicher sexueller Handlungen Verurteilten rehabilitiert werden könnten, heißt es in einer am Freitag von der Länderkammer verabschiedeten Resolution.

In dem Text wurde darauf verwiesen, dass der von den Nationalsozialisten verschärfte Paragraf, der homosexuelle Handlungen unter Strafe stellte, in der Bundesrepublik bis 1969 galt. Auch in der DDR waren homosexuelle Handlungen unter erwachsenen Männern bis 1968 strafbar. Erst seit 1994 gilt im vereinigten Deutschland einheitliches Recht für homosexuelle und heterosexuelle Handlungen.

Das Fortbestehen der NS-Gesetzgebung in der Bundesrepublik sei für die gesellschaftlich ohnehin ausgegrenzten schwulen Männer eine „besondere Härte“ gewesen, hieß es in dem Antrag. In der Bundesrepublik wurden wegen des Paragrafen 175 bis zur Strafrechtsreform 1969 insgesamt 50.000 Männer verurteilt.

Von

afp

Kommentare (1)

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Schleicher

12.10.2012, 14:44 Uhr

Man sollte wissen, dass Helmut Schmidt in Hamburg die Rosa Listen einführte und Einwegspiegel auf Klappen installierte, um Homosexuelle in flragranti zu ertappen und zu verurteilen!

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