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29.08.2011

16:22 Uhr

Straßenstrich

Bonner Prostituierte sollen Steuertickets ziehen

Steuern zahlen per Eintrittskarte: Wenn sie auf dem Straßenstrich arbeiten, müssen Prostituierte in Bonn ein Ticket am Automaten des Finanzamtes ziehen. Ein neues Kapitel im Buch der bizzarsten Steuern Deutschlands.

Prostituierte stehen auf einem Straßenstrich. dpa/picture alliance

Prostituierte stehen auf einem Straßenstrich.

BonnBonn bittet die Prostituierten auf dem Straßenstrich zur Kasse: Sie müssen ab sofort ein Ticket ziehen. Sechs Euro pro Nacht sollen sie als Steuer in die Stadtkasse zahlen. Der Ticketautomat, der einem Parkscheinautomaten ähnelt, wurde am Montag aufgestellt. „Das dient der Steuergerechtigkeit“, sagte eine Sprecherin der Stadt Bonn. Denn Prostituierte in festen Etablissements seien ebenfalls steuerpflichtig.

Kontrolleure des Steueramts sollen die Einhaltung der Ticketpflicht überprüfen. Prostituierten ohne gültiges Ticket drohten Verwarnungen, Bußgeldzahlungen oder Platzverweise, sagte die Sprecherin. Bonn soll bei dem Sexsteuer-Automaten bundesweit ein Vorreiter sein.

Der Bund der Steuerzahler bezeichnete den Vorstoß aus Bonn als "Lacherfolg", der nicht zur Entlastung des Haushaltes beitragen könne. Die Verwaltung solle ihre Kreativität lieber anders nutzen und an der Ausgabenseite sparen.

Für den Bonner Straßenstrich war nach Protesten von Anwohnern bereits zuvor ein sogenanntes Verrichtungsgelände eingerichtet worden. Dort gibt es Holzboxen, in die sich die Huren mit ihren Freiern im Auto zurückziehen können - wenn sie das Ticket vor den Boxen gezogen haben.

Von

dpa

Kommentare (15)

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aruba

29.08.2011, 17:43 Uhr

Guten Tag,.... sehr gut ,.... Nutten, Puff, Strich. So gefaellt mir das Handelblatt. Meine Frau sagt immer Ich wuerde nur trockene Boersenzeitungen lesen. Nein, das Gegenteil ist der Fall. Es wird immer saftiger. Machen die Finanzbeamten auch "Strichproben "......?. Besten Dank

redfox

29.08.2011, 18:08 Uhr

Geld stinkt nicht!

Account gelöscht!

29.08.2011, 18:45 Uhr

Haben wir denn schon 1. April?

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