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25.02.2012

14:42 Uhr

Strategie-Klausur

Gauck besucht CDU-Tagung in NRW

Bei einem Treffen der NRW-CDU will Joachim Gauck Widersacher überzeugen, dass „die Pläne der Union und meine Person gut zueinander passen“. Es ist die erste Parteiveranstaltung, die er seit seiner Nominierung besucht.

Der designierte Bundespräsident Joachim Gauck. dapd

Der designierte Bundespräsident Joachim Gauck.

HamminkelnDer designierte Bundespräsident Joachim Gauck hat erstmals seit seiner Nominierung eine Parteiveranstaltung besucht. Drei Wochen vor seiner geplanten Wahl zum Staatsoberhaupt stellte sich der 72-Jährige am Samstag der
nordrhein-westfälischen CDU bei deren Strategie-Klausur im niederrheinischen Hamminkeln vor.

Er gehe mit großer Offenheit in die Gespräche, sagte Gauck vor Beginn des Treffens. „Die ursprünglichen Pläne waren andere. Das wissen wir alle.“ Die CDU-Vorsitzende, Bundeskanzlerin Angela Merkel, hatte der Nominierung Gaucks erst nach starkem Druck der FDP zugestimmt. Das Treffen mit der NRW-CDU sei eine Gelegenheit zu zeigen, „dass die ursprünglichen Pläne der Union und meine Person gut zueinander passen“, sagte Gauck.

Aus Sicht der CDU soll es in den Gesprächen darum gehen, wie das Amt des Bundespräsidenten wieder mehr Würde gewinnen kann und was gegen den Vertrauensverlust in die Politik zu tun ist. Der größte CDU-Landesverband will bei der Tagung auch seine Wahlleute für die Bundesversammlung am 18. März benennen.

Gauck trifft am Niederrhein auch CDU-Bundes- und Europa-Politiker aus NRW wie Kanzleramtschef Ronald Pofalla, NRW-Parteichef und Bundesumweltminister Norbert Röttgen, den Bundestagspräsidenten Norbert Lammert und den Europa-Abgeordneten Elmar Brok.

Die CDU hatte den früheren DDR-Bürgerrechtler anfangs als Kandidaten abgelehnt. Er komme nicht infrage, hatte Kanzlerin Merkel noch kurz vor dessen Nominierung vor rund einer Woche betont - ohne Widerspruch aus dem CDU-Präsidium. Weil die FDP sich aber dann auf Gauck festlegte und ein Koalitionsbruch drohte, lenkte Merkel ein.

Ungeachtet der Querelen sei die Zustimmung der CDU groß, hatte der Generalsekretär des NRW-Landesverbands, Oliver Wittke, vor der Tagung betont. „Ein Kandidat, der aus seiner persönlichen Biografie heraus für Freiheit, Einheit und ein christliches Menschenbild steht, kann aus Sicht der CDU nur ein hervorragender Kandidat sein.“

Von

dpa

Kommentare (14)

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Wone

25.02.2012, 15:09 Uhr

Merkel die Schlange, undemokratisch wie..........
Wenn die CDU einen Alleingang durchsetzen will bei der "Altersrente" für den BP, so hat Herr Rössler zum 2. mal die
Möglichkeit der Angi zu sagen wo es lang geht!
Herr Rössler nutzen Sie Ihre Chance!

Rapid

25.02.2012, 15:26 Uhr

Vielleicht passt ja auch Frau Merkel nicht zur CDU?
Wer weiß? Möglicherweise auch nicht ein Herr Pofalla als ihr unmittelbarer Vertrauter?
Wer weiß?
Vieles wissen wir nicht und sollten uns doch ständig um mehr Wissen bemühen.

Nosferatu

25.02.2012, 15:41 Uhr

@rapid
So lange, wie die beiden vorgenannten Personen zur CDU passen, passe ich nicht zur CDU, weder als Mitglied noch als Wähler, obgleich ich eigentlich zur CDU passen würde. LOL

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