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13.01.2010

18:26 Uhr

Strategiepapier

FDP will KfW-Geschäft neu ausrichten

VonThomas Sigm

ExklusivIn der FDP-Bundestagsfraktion gibt es Pläne, das Geschäftsmodell der staatlichen Förderbank KfW neu auszurichten: „Die Bundesregierung setzt verstärkt auf Globaldarlehen. Wenn dies ein sinnvolles Instrument ist, dann sollte man überlegen, sich auch in der KfW darauf zu konzentrieren“, sagte der FDP-Finanzpolitiker Björn Sänger dem Handelsblatt.

Laut FDP ist die KfW Teil des "Finanzierungsproblems". Quelle: dpa

Laut FDP ist die KfW Teil des "Finanzierungsproblems".

BERLIN. Hintergrund des Vorschlags ist die anhaltende Kritik an den zu bürokratischen Förderprogrammen der KfW gerade in Zeiten der Krise. Eine Ausnahme, um die Kreditklemme vieler Firmen schnell abzumildern, bilden die Globaldarlehen. Die KfW gibt diese zu recht billigen Konditionen an die Geschäftsbanken, die sie dann direkt an die Firmen günstig weiterreichen. Nach Informationen aus dem Bundesfinanzministerium vergab die KfW bereits in den vergangenen drei Jahren rund 41 Mrd. Euro an inländischen Globaldarlehen. Tendenz steigend.

Die FDP will es dabei nicht bewenden lassen. Wie aus einem Strategiepapier der Fraktion weiter hervorgeht, „ist die KfW selbst Teil des Finanzierungsproblems“. Die Liberalen sehen deshalb mittelfristig ein Einsparpotenzial bis zu einem Viertel der Verwaltungskosten der KfW von zuletzt 646 Mio. Euro. „Das Geld sollte besser in Form günstigerer Konditionen angelegt werden“, heißt es in dem Papier.

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