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13.10.2012

11:45 Uhr

Streit in Koalition

Rösler drängt auf Abschaffung der Praxisgebühr

Der Wirtschaftsminister hat die Diskussion um die Praxisgebühr in der Koalition wieder angeheizt. Rösler fordert den Wegfall der 10-Euro-Abgabe. Heftigen Gegenwind bekommt er aus der CSU.

Wirtschaftsminister Philipp Rösler fordert erneute die Abschaffung der Praxisgebühr. dapd

Wirtschaftsminister Philipp Rösler fordert erneute die Abschaffung der Praxisgebühr.

Berlin, DüsseldorfBundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) dringt weiter auf die Abschaffung der Praxisgebühr. „Angesichts der immensen Überschüsse bei den Kassen ist die Abschaffung der Praxisgebühr sinnvoll und wird nun auch überfällig“, sagte Rösler der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Der Wegfall der Gebühr bedeute auch weniger Bürokratie für die Arztpraxen und „vor allem weniger Ausgaben seitens der Patienten“. Zuvor hatte bereits Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) gefordert, diese Gebühr zu streichen.

„Der Wegfall der Praxisgebühr hätte mehrere Vorteile: weniger Bürokratie in den Arztpraxen, Wiederherstellung einer guten Arzt-Patientenbeziehung und vor allem weniger Ausgaben seitens der Patienten“, sagte Rösler. Er begründete seine erneute Forderung auch damit, dass die Praxisgebühr nicht wie angestrebt die Zahl der Arztbesuche verringert habe. „Die Lenkungswirkung wurde also nicht erreicht“, bemängelte der FDP-Vorsitzende.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Freitag erstmals erkennen lassen, dass die Union dem Drängen der FDP auf Abschaffung der Gebühr nachgeben könnte. „Die Bundeskanzlerin betrachtet das Gesamtbild, das sich jetzt im Gesundheitsfonds und auch bei den gesetzlichen Krankenkassen bietet, und denkt intensiv über die Argumente, die da vorgebracht werden, nach“, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag überraschend in Berlin mit. Im September hatte sich an Merkels ablehnender Haltung gegenüber einer Abschaffung der Gebühr laut Seibert noch nichts geändert.

Doch seither wachsen die Rücklagen von Gesundheitsfonds und einzelnen Krankenkassen immer weiter – voraussichtlich auf bis zu rund 29 Milliarden Euro zum Jahresende. Mehrere gesetzliche Krankenkassen haben angesichts ihrer Rekordüberschüsse bereits angekündigt, ihren Mitgliedern unter bestimmten Bedingungen die Gebühr zu erstatten. CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn hatte allerdings darauf hingewiesen, dass die Praxisgebühr jährlich zwei Milliarden Euro einbringt, die dem Gesundheitsfonds andernfalls fehlen würden.

Kommentare (10)

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Account gelöscht!

13.10.2012, 11:58 Uhr

Kein Blumetoopf zu gewinnen mit Frau Merkel.

http://de.nachrichten.yahoo.com/fotos/angela-merkel-die-junge-union-und-nutzlose-studenten-photo-091949619.html

Deshalb registrieren bei www.wahlalternative2013.de und die FREIEN WÄHLER ankreuzen. Merkel oder Steinbrück dürfen das EU-Desaster nicht weiter vertiefen für Deutschland !!

nobum

13.10.2012, 11:59 Uhr

Die Praxisgebühr soll den GKV-Patienten mitteilen, dass Gesundheitsleistungen nicht umsonst sind. Die FDP will mit der Praxisgebühr die Stimmen der Patienten kaufen und damit über 5 % kommen.
Besser wäre es, die Beiträge zu senken, damit die Arbeitsnebenkosten sinken.

Account gelöscht!

13.10.2012, 12:09 Uhr

Die Praxisgebühr hat überhaupt keinen Sinn gehabt. Das war der Regierung aber egal. Hauptsache noch eine Kanüle in die Adern der deutschen Bürger gestochen um Geld abzuzapfen. 1000 verschiedene Nadeln und alle nur zum Zwecke des abzapfens sind platziert - bis der Bürger blutleer zusammenbricht. Nein, leben soll die Kuh, die gemolken werden soll - also zieht man die Praxisgebühr-Nadel wieder heraus. Auch wegen der Wahlen 2013. Jetzt kommen die Geldgeschenke ! Danke Merkel.

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