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16.05.2017

20:40 Uhr

Streit mit der Türkei

Bundeswehr erkundet Jordanien als Alternative für Incirlik

Ursula von der Leyen will die Bundeswehr durchleuchten. In einem zweijährigen Verfahren soll das Selbstverständnis der Führungskräfte untersucht werden. Die Verteidigungsministerin kündigte ein Maßnahmenpaket an.

Deutschland erwägt einen Abzug der Bundeswehr aus Incirlik, weil die Türkei Bundestagsabgeordneten wiederholt Besuche dort untersagt hat. AFP; Files; Francois Guillot

Stützpunkt in Incirlik

Deutschland erwägt einen Abzug der Bundeswehr aus Incirlik, weil die Türkei Bundestagsabgeordneten wiederholt Besuche dort untersagt hat.

BerlinDie Bundeswehr beginnt einem Medienbericht zufolge mit konkreten Planungen für einen Abzug ihrer Tornado-Maschinen vom türkischen Stützpunkt Incirlik. Wie der "Spiegel" am Dienstag berichtete, soll auf Weisung des Verteidigungsministeriums am Mittwoch erneut ein Erkundungstrupp nach Jordanien geschickt werden. Die Soldaten sollten dort die Luftwaffenbasis Muwaffak Salti inspizieren.

Konkret werde geprüft, wie schnell die Bundeswehr von der Basis ihre Überwachungs- und Tankflüge starten könnte. Am Wochenende wolle Ministerin Ursula von der Leyen die Basis selbst in Augenschein nehmen. Die CDU-Politikerin habe die Reise nach Jordanien schon lange geplant, da sie an einer Wirtschaftsveranstaltung dort teilnehmen wolle. In der Hauptstadt Amman werde von der Leyen zudem mit der jordanischen Regierung über eine mögliche Stationierung besprechen.

Ein Sprecher des Verteidigungsministerium bestätigte am Dienstag, die Ressortchefin beabsichtige, sich am Freitag in Jordanien von dem Erkundungsteam über aktuelle Erkenntnisse informieren zu lassen.

Deutschland erwägt einen Abzug der Bundeswehr aus Incirlik, weil die Türkei Bundestagsabgeordneten wiederholt Besuche dort untersagt hat. Dies ist auch Sicht vieler Politiker inakzeptabel, weil die Bundeswehr eine Parlamentsarmee ist und der Bundestag ihren Einsätzen zustimmt. Von Incirlik aus starten deutsche Aufklärungsjets zu Flügen über Syrien und dem Irak. Außerdem ist dort ein Tankflugzeug stationiert. Damit unterstützen sie den Krieg gegen die Extremistenmiliz IS.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Günther Schemutat

17.05.2017, 10:52 Uhr

Eine Verlegung nach Jordanien wird sicherlich nicht erfolgen, vorher lässt Erdogan
wieder Besuche zu, bis er dann wieder Besuche verbietet. Dieses Spiel lässt Merkel
und Gabriel weiter zu . Würde Erdogan so schwach sich gegen Deutschland in einer gleichen Situation seiner Soldaten verhalten, würde er schnell von der Bevölkerung
abgestraft.

Aber die Deutschen sind devot und jeder aus dem Ausland kann sie Beleidigen
die Unterstützung der Regierung ist sicher.

Wenn de Maiziere von Leitkultur spricht , hat er nur einen Buchstaben verdreht,

es heist in Wirklichkeit Leidkultur.

Das zynische an der Bundeswehr ist aber , dass man erst eine Privatarmee aufstellt
und die Leute kommen auch zur Bundeswehr und dann setzt es von Medien,VDL,Grünen ,Linken,Union Prügel.

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