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11.09.2012

18:20 Uhr

Streit mit Google

Unterstützung für Bettina Wulff

Die frühere First Lady erhält in ihrem Streit mit Google Unterstützung. Der Bundesdatenschützer mahnte den Konzern zum Einlenken, die Grünen warfen der Niedersachsen-CDU vor, Rotlicht-Gerüchte gestreut zu haben.

Bettina Wulff. dpa

Bettina Wulff.

BerlinDer Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar und die Grünen halten die Vorwürfe von Bettina gegen den Internet-Konzern Google für berechtigt und fordern Konsequenzen. "Ich halte es für recht und billig, wenn Betroffene auch die Möglichkeit haben, bei Eingabe ihres Namens als Suchbegriff ehrverletzende Assoziationen auszuschließen, über die auch die Medien nicht berichten dürfen", sagte Schaar der "Passauer Neuen Presse" vom Dienstag. Google beschränke auch die Autovervollständigungs-Funktion, "wenn es um die Suche nach Kinderpornographie oder urheberrechtlich geschütztes Material geht".

Bettina Wulff, die Frau des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff, wehrt sich dagegen, dass bei Google bei der Eingabe ihres Namens automatisch Begriffe wie "Escort" oder "Prostituierte" ergänzt werden.

Laut Medienberichten sollen CDU-Kreise in Hannover seit 2006 das Gerücht gestreut haben, Bettina Wulff habe früher im Rotlichtmilieu gearbeitet.

Die Grünen sehen den Ursprung für die Verbreitung der Gerüchte und Denunziationen in der Niedersachsen-CDU. „Neben der Debatte über mangelnde Transparenz bei Google sollte man aber nicht vergessen, dass das Problem in der Debatte um Frau Wulff nicht das Internet, sondern ein niederträchtiger Haufen niedersächsisch-sexistischer CDU-Männer ist“, sagte Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck Handelsblatt Online.

Biografie: Die PR-Maschine Bettina Wulff

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Ausgerechnet zum Verkaufsstart ihres Buches geht die Frau des ehemaligen Bundespräsidenten gegen Gerüchte vor, die schon lange die Runde machen.

Gleichwohl sieht auch Beck Google in der Pflicht, auf die Wulff-Kritik zu reagieren. „Wer auf die öffentliche Meinungsbildung einen solchen Einfluss hat wie Google, muss sich auch in die Karten schauen lassen“, sagte der Grünen-Politiker. „Google muss offenlegen, ob die Auto-Vervollständigung bei einem Suchbegriff zugelassen wird oder nicht.“ Hier seien transparente und objektive Kriterien nötig. „Außerdem müsste Google eine Methode entwickeln, um eine gezielt Verletzungen der Persönlichkeitsrechte durch Auto-Vervollständigungen zu verhindern, da dies eine moderne Form der üblen Nachrede werden kann.“

Parteifreunde von Beck erhoben zudem schwere Vorwürfe gegen Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU). „Das Bundesinnenministerium ignoriert seit nunmehr drei Jahren konsequent alle guten Vorschläge für einen verbesserten Schutz der Persönlichkeitsrechte im Internet geflissentlich“, sagten Konstantin von Notz, Sprecher für Innen- und Netzpolitik, und Tabea Rößner, Sprecherin für Medienpolitik, in einer gemeinsam veröffentlichten Mitteilung. „Die eigens dazu von seinem Vorgänger erdachte Rote-Linie-Gesetzgebung hat Minister Friedrich einstampfen lassen.“ Der Zeitpunkt für diese Diskussion sei überfällig.

Kommentare (14)

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weissebescheid

11.09.2012, 16:32 Uhr

Auch eine Top News: in China Sack Reis umgefallen. Lesen Sie die ganze Geschichte auf Seite 1. Und kaufen Sie das Buch zum Thema. Sack reis umgefallen? Da muss doch die Regierung was tun!

Account gelöscht!

11.09.2012, 17:29 Uhr

Langweilig. Vor dem Buch und nach dem Buch. Ab in die Mülltonne.

Account gelöscht!

11.09.2012, 17:44 Uhr

Also der Pressewirbel in welche Richtung auch immer gleichzeitig mit der Erscheinung ihres Buches ist nicht mehr auszuhalten. In der Bild spricht sie jetzt ueber Eheprobleme, welche sie mit therapeutischer Hilfe loesen mussten, etc. Vielleicht gar nur um das Buch interessanter zu machen? In der Bild liest sie dann gar noch aus ihrem Buch vor.

Warum breitet sie ihr ganzes Seelenleben und Privatleben ueberhaupt so oeffentlich aus - wenn es nicht gar nur Geschichten sind? Was ist die Motivation dahinter? Warum haelt sie sich fuer so einzigartig und wichtig, um allen aus ihrem Leben erzaehlen zu muessen? Nur weil sie Gattin eines Kurzzeitpraesidenten war?

Also ehrlich, ich kann diese Frau nicht ganz verstehen. Macht sie eigentlich im Buch Aussagen zu den Vorwuerfen, die ihrem Gatten gemacht werden? Dies war sicherlich ein Hauptthema in ihrer Beziehung denke ich und kann nicht einfach uebergangen werden.

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