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04.11.2012

21:43 Uhr

Streit mit Steinbrück

Bochumer Stadtwerke machen Rückzieher

Nachdem Peer Steinbrück juristische Schritte gegen die Bochumer Stadtwerke einleitete, gab das Unternehmen dem SPD-Kanzlerkandidaten nun doch recht. Es habe keine Absprachen über die Spende seines Honorars gegeben.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. dpa

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück.

Hamburg/Bochum/BerlinIm Streit mit SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück über die angeblich vereinbarte Spende eines Vortragshonorars haben die Bochumer Stadtwerke einen Rückzieher gemacht.

Anders als zuvor behauptet habe es keine Absprachen der Stadtwerke mit Steinbrück gegeben, dass dieser ein Honorar in Höhe von 25.000 Euro einem karitativen Zweck hätte spenden müssen, teilten die Stadtwerke am Sonntag mit. "Wir bedauern, dass es in diesem Zusammenhang zu Irritationen gekommen ist", hieß es weiter. Zuvor hatte das Unternehmen eine von Steinbrück geforderte Unterlassungserklärung unterzeichnet.

Die Honorare der Veranstaltungsreihe würden mit der Erwartung verknüpft, dass das Honorar ganz oder teilweise einem wohltätigen Zweck zugeführt werde. "Im konkreten Fall bei Herrn Steinbrück ist es jedoch versäumt worden, Herrn Steinbrück davon in Kenntnis zu setzen", schrieben die Stadtwerke am Sonntag auf ihrer Webseite. Dies sei auf Kommunikationsschwierigkeiten zwischen den Stadtwerken Bochum und dem Dienstleister der Veranstaltungsreihe "Atriumtalk" zurückzuführen.

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte zuvor berichtet, dass Steinbrück juristisch gegen die Stadtwerke vorgegangen sei. Auch ein Sprecher des Politikers bestätigte einen "juristischen Kontakt" zwischen dem SPD-Politiker und den Stadtwerken.

Unterdessen stellt sich SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier in der Debatte um die Nebenverdienste hinter den Kanzlerkandidaten seiner Partei. „Ich finde diese Debatte an diesem Wochenende - lassen Sie es mich mal so sagen - nicht nur heuchlerisch, sondern in vieler Hinsicht böswillig“, sagte Steinmeier am Sonntagabend im „Bericht aus Berlin“ der ARD.

Er reagierte damit auf Berichte, dass Steinbrück in der laufenden Wahlperiode insgesamt rund zwei Millionen Euro nebenbei verdient habe. Zu den Honoraren für Vorträge von 1,25 Millionen Euro, die Steinbrück selbst veröffentlicht hat, kommen demnach vor allem noch Buchhonorare von mindestens einer halben Million Euro.

Kommentare (37)

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Steuerzahler

04.11.2012, 21:54 Uhr

Sprachlosigkeit ist alles was bleibt.

Vorgetäuschtes Unwissen schützt nicht vor Verachtung Herr Steinbrück - mit Verlaub: Es wird immer widerlicher und unerträglicher.
Mit welchen Mitteln nun diese armen Würste die sie für ihr Gelaber auch noch bezahlt haben zur demütigen Kapitulation gezwungen wurden möchte ich gar nicht mehr wissen.

Vicario

04.11.2012, 21:57 Uhr

Zitat : "Im konkreten Fall bei Herrn Steinbrück ist es jedoch versäumt worden, Herrn Steinbrück davon in Kenntnis zu setzen",

LOL

DerVollstrecker

04.11.2012, 22:11 Uhr

Der SPD kann man eh garnichts glauben! Will hoffen, daß der rotgrüne Blödsinn nächstes Jahr ausbleibt!

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