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06.06.2015

12:27 Uhr

Streit um AfD-Vorsitz

Lucke fordert Petry zur Kandidatur auf

Die internen Querelen der AfD gehen in die nächste Runde – oder kündigt sich eine Lösung an? Bernd Lucke fordert seine Konkurrentin Frauke Petry nun auf, selbst zu kandidieren. Die Basis müsse entscheiden.

„Sie hat viel Energie investiert, um nach der Position des ersten Vorsitzenden zu greifen. Ich finde es gut, wenn ich einen Gegenkandidaten habe.“ dpa

Lucke über Petry

„Sie hat viel Energie investiert, um nach der Position des ersten Vorsitzenden zu greifen. Ich finde es gut, wenn ich einen Gegenkandidaten habe.“

BerlinDer Vorsitzende der von internen Querelen gelähmten AfD, Bernd Lucke, hat seine Widersacherin Frauke Petry aufgefordert, gegen ihn für den Parteivorsitz zu kandidieren. „Ich bin immer dafür, dass es eine Alternative gibt“, sagte er dem Magazin „Focus“.

„Sie hat viel Energie investiert, um nach der Position des ersten Vorsitzenden zu greifen. Ich finde es gut, wenn ich einen Gegenkandidaten habe.“ Dem „Spiegel“ sagte Lucke: „Wir brauchen ein klares Votum der Basis, ob man Lucke will oder das Gespann Frauke Petry und Marcus Pretzell.“

Lucke steht für den liberal-konservativen Flügel der Alternative für Deutschland. Die Co-Vorsitzende Petry, die auch Landesvorsitzende in Sachsen ist, und Nordrhein-Westfalens Landeschef Pretzell gehören dem rechts-nationalen Flügel an.

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Der geplatzte AfD-Parteitag verschafft Bernd Lucke im parteiinternen Machtkampf eine Atempause. Doch selbst wenn er die Oberhand behält, ist seine Partei noch nicht gerettet. Daraus könnten andere Kapital schlagen.

Lucke sagte dem „Focus“, es habe „teilweise politische und teilweise leider sehr persönliche Gründe“, dass eine Zusammenarbeit mit Petry nicht klappe. „Im persönlichen Bereich ist das Vertrauensverhältnis durch verschiedene Vorkommnisse leider völlig zerrüttet.“ Politisch sei man sich uneinig, wie die Partei zu führen sei.

Eigentlich sollte eine Entscheidung in dem Führungsstreit bei einem Bundesparteitag am kommenden Wochenende in Kassel fallen. Dieser wurde jedoch abgesagt, was Lucke mit juristischen Bedenken gegen die Delegiertenaufstellung in einigen Landesverbänden begründete. Nun wird ein Parteitag zwei Wochen später erwogen, zu dem möglicherweise alle Mitglieder eingeladen werden.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

08.06.2015, 09:52 Uhr

Petry und Pretzell gehören NICHT einen "Rechts-Nationalen" Flügel an, sonderen einen "National-Konservativen" Flügel. Danke!
Und dieser National-Konservative Flügel hat auch nichts gegen eine liberale Meinung. Also bitte von National-Konservativ sprechen, weil es keinen "Rechts-Nationalismus" in der AfD-Führung gibt. Danke!
Genauso wenig gibt es in der SPD einen "Nationalen Sozialismus". Danke!

Frau Margrit Steer

08.06.2015, 12:08 Uhr

Marc Hoffmann
das ist nicht ganz richtig,
Es sind schon in den einzelnen Kreisverbänden recht rassistische Tendenzen vorhanden

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