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05.11.2014

19:14 Uhr

Streit um Dieter Nuhr

Ermittlungen gegen Kabarettisten eingestellt

Ein Muslim hat Dieter Nuhr wegen angeblicher Islam-Hetze angezeigt. Doch die Staatsanwaltschaft kann keine „fremdenfeindlichen Gesinnung“ beim Kabarettisten feststellen. Das Ermittlungsverfahren wurde eingestellt.

Dieter Nuhr hat sich wiederholt kritisch mit dem Islam auseinandergesetzt und mit seinem Programm eine Debatte über Meinungsfreiheit entfacht. dpa

Dieter Nuhr hat sich wiederholt kritisch mit dem Islam auseinandergesetzt und mit seinem Programm eine Debatte über Meinungsfreiheit entfacht.

HamburgDas Ermittlungsverfahren gegen den Kabarettisten Dieter Nuhr wegen angeblicher Islam-Hetze wird eingestellt. Die Staatsanwaltschaft habe die Kunstfreiheit gegen den Schutz von Religionsgemeinschaften abgewogen und sei dann zu dieser Entscheidung gekommen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück, Alexander Retemeyer, der Nachrichtenagentur dpa.

Zuvor hatte der Radiosender NDR Info darüber berichtet. Ein Sprecher des Norddeutschen Rundfunks teilte am Mittwoch mit, die Staatsanwaltschaft habe die Einstellung damit begründet, dass es für die Erfüllung des Volksverhetzungsparagrafen in den Werken von Nuhr an der „fremdenfeindlichen Gesinnung“ fehle.

Auch das Kriterium der Beschimpfung einer Religionsgemeinschaft sei nicht erfüllt, da es sich erkennbar um Satire handele. Ein Muslim aus Osnabrück hatte Nuhr angezeigt. Der 54-Jährige hat sich wiederholt kritisch mit dem Islam auseinandergesetzt.

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Von

dpa

Kommentare (7)

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Herr Jens Muche

06.11.2014, 11:49 Uhr

„Das Ermittlungsverfahren gegen den Kabarettisten Dieter Nuhr wegen angeblicher Islam-Hetze wird eingestellt.“

Bis hierhin hatte ich Herzklopfen, denn bei dieser Justiz weiß man heute nicht mehr welcher Bonus Zuwanderern eines bestimmten „Kulturkreise“ zugestanden wird. Die Einstellung der Ermittlungen ist im Sinne aller Menschen im Land die sich durch Religion nicht bevormunden lassen wollen. Dies zu erreichen haben unsere Vorfahren einen langen und blutigen Kampf geführt, dessen Ergebnis wir uns nicht von rückwärtsgewandten religiösen Zuwanderern kaputtmachen lassen dürfen. Hoffentlich gelingt es uns Bürgern diese immer wieder von Muslime vorgetragenen Versuche dies im Sinne ihrer Gesellschaftsordnung Islam zu ändern, zu verhindern. Denn genau durch diese Versuche Kritik an dieser Gesellschaftsordnung, deren Gott oder Propheten mit dem Hinweis, irgendwer sei „beleidigt“ worden, zu verhindern, wird die Freiheit der Meinung, die mittlerweile auch viele hier angekommene Muslime schätzen, unterdrückt. Dies war und ist immer das Ziel solcher Anzeigen gewesen, schleichend die Vorgaben des Islam in die autochthone Gesellschaft zu tragen und dort zu manifestieren. Jedes Mittel ist denen dazu recht, auch Gewalt.
Dieter Nuhr ist zu wünschen, daß Muslime jetzt nicht in den persönlichen Djihad gegen ihn eintreten und ihm nach dem Leben trachten, so wie es derzeit immer noch den dänischen Zeichner Westergard betrifft.

Herr Ulrich Wahr

06.11.2014, 14:45 Uhr

Da hatte Herr Nuhr ja nochmal Glück denn in einem anderen Fall wurde ein Deutscher von einem Amtsrichter zu etlichen tausend Euro wegen Vokshetzte verurteilt und der Richter übernahm in seinem Urteil 1:1 die Anzeige eines Imanes und hatte sich noch nicht mal die Mühe gemacht es zu prüfen und in eigene Worte zu fassen. Ein Skandal und es vergeht einem der Glaube an unsere Rechtssprechung.

Herr Horst Meiller

06.11.2014, 16:19 Uhr

Jetzt sollte der Herr Nuhr diesen Zauselbart seinerseits anzeigen, z.B. wegen übler Nachrede! Dann soll dieser Islamist vor Gericht begründen, wo der Herr Nuhr gelogen und dadurch den Islam beleidigt haben soll.
Vor Gericht könnte man dieses islamische System äußerst wirkungsvoll vorführen und als das entlarven, was es ist.

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