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18.01.2005

13:32 Uhr

Streit um Förderung der Windenergie

Clement will Energieformen besser verzahnen

Nach Worten von Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) muss die Erzeugung von erneuerbarer und konventioneller Energie besser aufeinander abgestimmt werden. Deutschland könne sich nicht auf Dauer zwei unterschiedliche Energiesysteme leisten, die nicht ausreichend miteinander verzahnt seien, sagte Clement bei der „Handelsblatt“-Konferenz Energiewirtschaft am Dienstag in Berlin.

HB BERLIN. Ein - von der rot-grünen Regierung angestrebter - 20-Prozent-Anteil von erneuerbarer Energie bei der Stromerzeugung werde ohne den dafür notwendigen Netzausbau im Jahr 2020 rund 5,4 Mrd. € kosten. Man müsse sich fragen, ob dies zu leisten sei.

Der weitere Ausbau der Windkraft erfordert nach Angaben Clements erhebliche Erweiterungsinvestitionen in die Netze. Der Bundesverband der Energie-Abnehmer rechnet mit Milliarden-Beträgen. Dagegen bekräftigte das Umweltministerium, die Integration der Windenergie sei bis 2020 zu vertretbaren Kosten möglich. Dies zeige die - noch unveröffentlichte - Studie der Deutsche Energie-Agentur (dena). Grüne-Energieexpertin Michaele Hustedt forderte die Energieversorger auf, ihre „Blockadehaltung“ gegen die Windkraft aufzugeben und mit der Anpassung der Stromnetze zu beginnen. Die Investitionen in Netze seien auch wegen des verstärkten Stromhandels nötig.

Mit Blick auf die Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) und die darin vorgesehene Regulierung der Energienetze signalisierte Clement den Ländern erneut Gesprächsbereitschaft. Bei der Regulierung müsse aber die Bundeseinheitlichkeit gewährleistet sein. Nur unter dieser Vorgabe könne man bei Gesprächen über das EnWG doch zu Mitwirkungsrechten der Länder kommen. Er sei „nicht pessimistisch“ hinsichtlich eines Kompromisses, sagte Clement, der an den Bundesrat appellierte, die Verhandlungen möglichst rasch und ohne offizielles Vermittlungsverfahren abzuschließen.

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