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24.06.2015

14:19 Uhr

Streit um Stromtrassen

Gabriel kommt Bayern bei Trassenbau entgegen

Mehr Erdkabel und das Nutzen einer bereits bestehenden Trasse: Bundeswirtschaftsminister Gabriel versucht Bayern im Streit um Stromtrassen entgegen zu kommen. Aber: Eine neue Trasse muss sein.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel will Bayern bei dem Streit um den Bau neuer Stromtrassen entgegenkommen. dpa

Nord-Süd-Trasse

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel will Bayern bei dem Streit um den Bau neuer Stromtrassen entgegenkommen.

BerlinBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat Bayern zu einer schnellen Einigung im Streit über Stromtrassen aufgefordert und dafür erneut Vorschläge unterbreitet. Prinzipiell sei es wichtig, verstärkt Erdkabel zu verlegen, um den Widerstand in der Bevölkerung zu minimieren, sagte der SPD-Chef am Mittwoch in Berlin.

Die Kosten seien nicht sehr viel höher als bei Hochspannungsleitungen auf Masten, weil es bei diesen sehr viel mehr Planungsverzögerungen gebe. Zu den Bayern betreffenden Stromtrassen schlug Gabriel vor, eine Verbindung auf einer bestehenden Stromtrasse zu führen und die letzten Kilometer in der Erde.

Bei einer weiteren umstrittenen Leitung, die Windstrom aus Norddeutschland in den Süden bringen soll, besteht Gabriel auf einer Trasse nach Grafenrheinfeld nördlich von Würzburg. Aber es sei nicht notwendig, eine zweite Trasse weiter durch Bayern zu führen, weil diese auch für die Versorgung Hessens und Baden-Württembergs wichtig sei. Eine zweite Wechselstromtrasse nach Grafenrheinfeld sei nicht nötig.

„Ich glaube, dass das ein sehr weitgehendes Angebot an die bayerische Staatskanzlei ist“, sagte Gabriel. Dies könnte helfen, den massiven Widerstand in der Bevölkerung zu überwinden. Der SPD-Chef sprach von einer „sehr maßvollen Planung“ und setzt auf eine Einigung bei einem Koalitionstreffen am 01. Juli. Zugleich warnte Gabriel, eine gemeinsame bundesweite Trassenplanung durch regionale Vorbehalte infrage zu stellen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

24.06.2015, 14:46 Uhr

Bayern braucht keine Naturzerstörenden Energiewendetrassen. Bayern soll seine CO2 frei Kernkraft wieder hochfahren und zusammen mit den bayerischen Erneuerbaren Energien seine Energieversorgung selbst sicherstellen. Die Abhängigkeit von anderen Stromerzeugern im "Ausland" ist für Bayern in keinsterweise von Vorteil. Die wirtschaftliche Wertschöpfung verschwindet mit der Energiewende und dem politischen Zwangsabschalten der Kernkraft aus Bayern. Und dies wird sich auf die bayerische Wirtschaftsleistung niederschlagen und damit auf die Staatseinnahmen.

Herr Alexander Knoll

24.06.2015, 16:23 Uhr

In diesem Fall sollte Bayern dann aber auch die Endlagerung der verbrauchten (bisher und zukünftig) Kernbrennstäbe übernehmen. Und beste Wünsche zu einer strahlenden Zukunft.

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