Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.03.2011

17:01 Uhr

Stresstest-Simulation

Wenn Flugzeuge auf AKW stürzen

Die 17 deutschen Atomkraftwerke müssen ihre Widerstandsfähigkeit gegen Flugzeugabstürze, Erdbeben und Hochwasser unter Beweis stellen. Umweltminister Röttgen stellte dazu einen Prüfkatalog vor.

Atomkraftwerk Grohnde, aufgenommen am Sonntag (20.03.2011) in Emmerthal bei Hameln. Quelle: dpa

Atomkraftwerk Grohnde, aufgenommen am Sonntag (20.03.2011) in Emmerthal bei Hameln.

BerlinVon deren Befunden hängt maßgeblich der Weiterbetrieb der Meiler ab. Mit der Prüfung durch Experten der Reaktorsicherheitskommission (RSK) sollten die Konsequenzen aus der Atomkatastrophe in Japan gezogen werden, sagte der CDU-Politiker. Der Versorger E.ON und RWE sagten eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Kommission zu.

Mit dem Katalog nimmt die Sicherheitsüberprüfung der AKW konkrete Formen an, die die Bundesregierung nach der Atomkatastrophe in Japan Mitte März angeordnet hatte. Für die Zeit der auf drei Monate angesetzten Tests wurden die ältesten sieben Meiler vom Netz genommen. Die RSK werde bis zum 15. Mai einen ersten Bericht vorlegen, kündigte Röttgen an. Bis Mitte Juni gebe es dann politischen Entscheidungsbedarf.

Geplant sei eine Art Stresstest, sagte RSK-Chef Rudolf Wieland. So werde geprüft, ob die AKW gegen Abstürze von Militärflugzeugen wie auch von voll besetzten und betankten Passagiermaschinen sicher seien. Geprüft werde auch, ob die Meiler gegen terroristische Angriffe - etwa gegen sicherheitsrelevante Einrichtungen - geschützt seien. Ziel müsse immer sein, die Freisetzung von Radioaktivität zu verhindern.

Die RSK-Experten wollen prüfen, ob die Atomkraftwerke größere Erdbeben überstehen können. Auch klimatische Ereignisse wie Hochwasser und Trockenheit sollen simuliert werden. Es gehe darum, was beispielsweise in einem Reaktor passiere, wenn es zu einem längeren Stromausfall komme, sagte Wieland. Auch die Folgen von Gasverpuffungen ähnlich den in den Reaktoren von Fukushima sollen erörtert werden. Geprüft würden auch Hacker-Angriffe auf die Steuercomputer der Anlagen.

Ein RWE-Sprecher bezeichnete die Tests als "ehrgeizigen Plan". Ein Sprecher des Konkurrenten E.ON sagte: "Wir begrüßen, dass die Kommission so zügig Kriterien vorgestellt hat." Der Versorger E.ON und RWE sagten eine konstruktive Zusammenarbeit mit der RSK zu. Seitens der AKW-Betreiber Vattenfall und EnBW lagen zunächst keine Stellungnahmen vor. Die drohenden, unter Umständen milliardenteuren Nachrüstungen von AKW könnten den Betrieb bestimmte Meiler unrentabel machen.

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Hochwohldurchlauchtigster

31.03.2011, 17:24 Uhr

Simulationen bringen doch nichts. Wie soll das geschehen? Mit Computer-Modellen? Da kann man sich jedes gewünschte Ergebnis zurechtsimulieren. Viel besser wäre es, wenn man von einem Entwicklungsland eine auszurangierende, nicht mehr richtig flugtaugliche 707 kauft, ein altes Ding aus den 60ern sollte man für 1 mio EUR bekommen können, und dann voll betankt ferngesteuert in ein AKW schickt, das ohnehin nicht mehr ans Netz gehen soll und daher nur noch den Wert eines Versuchsobjekts hat. Dann kann man hinterher genau das Ausmaß des Schadens studieren.

Account gelöscht!

31.03.2011, 19:05 Uhr

Grundsätzlich lässt sich alles kaputt kriegen wenn man will
Granit mit Wasser , Zeit und Salz.
Ein Diamant (Das Härteste Material ) mit Wärme.
Ein stück Stahl ( Eisen ) Wärme,,,,,,, usw.....

Ebenso gut können sie fragen ob jemand ausschließen kann das der Mond auf die Erde fällt , was für die gesamte Menschheit absolut tödlich wäre .
Die Wahrscheinlichkeit ist genauso groß wie der "GAU" im Deutschen KKW !

Objektivität der Atomkritiker werden wir nicht erwarten können , eher Populismus !

Account gelöscht!

31.03.2011, 19:10 Uhr

Auch eine Bootsfahrt (Autofahrt,Zug,Fahrrad,Roller,Bus usw.usw. ist gefährlich ,sie kann das Leben kosten .Die Wahrscheinlichkeit ist weit aus größer das ihnen da was passiert als bei einem GAU in einem Deutschen KKW !
Vermeiden sie nun diese Tätigkeiten ?
Eure Scheinheiligkeit ist unübersehbar !

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×