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23.01.2015

16:06 Uhr

Stromkosten

Es werde Licht – aber billig

VonNiklas Dopheide

Die Kommunen im Ruhrgebiet ächzen unter hohen Schulden. Ein Grund sind auch die hohen Stromkosten, vor allem die Straßenbeleuchtung ist teuer. Eine neue Technik hilft beim Sparen. Bottrop macht es vor.

Schön, aber teuer: Straßenlaternen machen fast 50 Prozent der Stromkosten der Kommunen aus.

Schön, aber teuer: Straßenlaternen machen fast 50 Prozent der Stromkosten der Kommunen aus.

DüsseldorfDie Städte im Ruhrgebiet haben es nicht leicht, die meisten von ihnen sind hoch verschuldet. Politiker fordern sogar einen Solidaritätszuschlag für den Ballungsraum. Auch Bottrop ächzt unter den hohen Schulden – die Zahlen lesen sich dementsprechend. Im Jahr 2012 lag das Gesamtergebnis des Haushalts bei einem Minus von rund 17 Millionen Euro. Der Haushaltsplan geht auch in den Jahren 2013 bis 2015 von einem Minus aus. Immerhin soll das Defizit in diesem Jahr auf circa elf Millionen Euro sinken.

Einen großen Teil an den Ausgaben des Stadthaushalts haben die Stromkosten. Die Aufwendungen der Stadt für Strom beliefen sich im vergangenen Jahr auf etwa 2,4 Millionen Euro, gab die Pressestelle gegenüber dem Handelsblatt (Online-Ausgabe) an. Die steigenden Strompreise belasten nicht nur die privaten Stromverbraucher, bei den Kommunen ist es vor allem die Straßenbeleuchtung, die ins Gewicht fällt – bis zu 50 Prozent der gesamten Stromkosten müssen die Kommunen für Laternen aufwenden, schätzt der Energieversorger EnBW.

Wieviel Erneuerbare die Energieversorger haben

RWE

Laut einer Studie, die die Umweltschutzorganisation Greenpeace Ende Februar 2014 veröffentlichte, hat von RWE in Europa produzierter Strom einen Anteil von Wasserkraft von 2 Prozent und einen Anteil von anderen Erneuerbaren Energien von weiteren zwei Prozent. Die Zahl bezieht sich auf die tatsächlich erzeugte Strommenge, nicht auf die Kapazitäten.

Eon

Der Düsseldorfer Energiekonzern Eon produziert insgesamt drei Prozent seines in Europa hergestellten Stroms aus Erneuerbaren Energien inklusive Windkraft und steht damit im Vergleich schlechter da als Konkurrent RWE.

Vattenfall

Der schwedische Konkurrent Vattenfall produzierte insgesamt vier Prozent seines Stroms in Europa mithilfe regenerativer Energiequellen.

EnBW

EnBW steht im Vergleich der großen vier Energieversorger in Deutschland am schlechtesten da. Das Unternehmen gewinnt nur insgesamt zwei Prozent seines Stroms europaweit aus erneuerbaren Quellen.


Auch Bottrop zahlt einen hohen Betrag für die Straßenbeleuchtung. Im Jahr 2000 lag der bei 912.804 Euro. Die Stadt konnte die Aufwendungen für Straßenlaternen bis 2013 immerhin auf 834.193 Euro drücken. Im selben Zeitraum wurde der Verbrauch der Straßenlaternen von 4,16 Millionen Kilowattstunden auf 3,63 Millionen Kilowattstunden gesenkt. Gleichzeitig wurde die Anzahl der Laternen um 1.500 Stück erhöht. Möglich machen diese Kostensenkungen neue Techniken zur Effizienzsteigerung. Neben LED-Laternen wurden auch sogenannte Spannungsoptimierer installiert.

Die Installation von Leuchtdioden (LED) bringe in der Regel die „höchste Betriebskosteneinsparung“, sagt Annegret-Claudine Agricola, Bereichsleiterin Energiesysteme und Energiedienstleistungen der Deutschen Energie-Agentur (dena). Moderne LED-Systeme lassen sich durch intelligente Steuerung direkt in der Leuchte an den Bedarf in den jeweiligen Straßen anpassen.

Eine andere Möglichkeit Strom zu sparen, bieten sogenannte Spannungsoptimierer. Diese Systeme werden in die Verteilerkästen der Straßenbeleuchtung installiert und senken die Spannung auf 210 Volt ab – und so auch die Kosten für Strom. „In Berlin konnten wir damit 30 Prozent einsparen“, sagt Michael Tausch, Experte für Spannungsoptimierer bei MBG Solutions.

Kommentare (6)

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Herr Peter Spiegel

23.01.2015, 17:23 Uhr

Spannungsoptimierern.

Hallo Redaktion, das sollten Sie hinterfragen.
In jeder LED-Leuchte ist so ein Spannungswandler drinn oder hab ich was falsch verstanden.
falsch verstanden?

Herr Dr. Michael Klein

23.01.2015, 17:48 Uhr

"Die Kommunen im Ruhrgebiet ächzen unter hohen Schulden."

Alle Staaten sind verschuldet.

Bei wem eigentlich?

Staaten verschulden sich zu 97% bei Banken und Versicherungen!!!
( Die Versicherungs AGs gehören auch den Bankstern )

Wieso sprechen die Lügenmedien immer von "Investoren" und nicht Banken?

Von "Kapitalmärkten" und nicht Banken?

Von "Rendite" und nicht Zinsen?

Woher haben die Bankster das ganze Geld um es den Staaten zu leihen, wenn sie doch selbst angeblich alle pleite sind bzw. gerettet werden müssen?

Bankster schaffen ( Was viele nicht wissen ) Geld aus dem nichts ( per Kredit ) und verschulden/versklaven damit die ganze Menschheit!!!

Die wichtigste Frage lautet: Wie entsteht Geld?

Geld entsteht nur über Kredit!!!

Geld = Schuld

Jedem Euro/Dollar Guthaben steht ein Euro/Dollar Schulden gegenüber!!

Jeder Euro/Dollar der im Umlauf ist, wurde den Staaten, Unternehmen und Menschen nur geliehen, und muss plus Zinsen an die internationalen Bankster zurückgezahlt werden!!
( Privatbanken bzw. deren EIGENTÜMER haben das Geldmonopol! )

"So ist unser Geldsystem. Gäbe es keine Schulden, gäbe es kein Geld!" (Marriner Eccles, Präsident des privaten Federal Reserve Systems, am 30. September 1941)

Warum erfahren wir in den Lügenmedien nichts über das Schuldgeldsystem bzw. Geldmonopol der internationalen Bankster?

Da sollte man sich mal die Frage stellen, wem gehören eigentlich die Medien?

Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" bzw. "Das Zwangsgeldsystem Mario Fleischmann", "Prof. Bernd Senf - Tiefere Ursachen der Krise" oder "Goldschmied Fabian" suchen.

Account gelöscht!

23.01.2015, 17:53 Uhr

Energiewende/EEG = erst kommt die Grüne Lüge, dann der Betrug/Selbstbetrug, danach der Mangel und zum Schluss die Armut.
Wer in einer Welt des Stromüberfluss (Kohle, Gas und vor allen Kernkraft) auf den Mangel = Energiewende (Sonne, Wind und Biogas) per staatlichen Gesetzesdiktat = EEG zurück greift, der hat mit einen Volk nichts gutes vor, sondern will deren Untergang bzw. Versklavung nach dem Vorbild einer staatlichen Planwirtschafts Diktatur = Grün-Sozialistische Diktatur ala DDR-System.
Schafft endlich dieser wohlstandsvernichtende, perfide und asoziale Planwirtschaft = Energiewende/EEG ab und lasst uns als Marktgesellschaft frei uns selbständig über die richtige Energie-Stromerzeugung entscheiden. Danke!

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