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02.06.2012

10:58 Uhr

Stromkosten

Koalition will Mittelstand beim EEG entlasten

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler unterstützt eine Initiative seines neuen Kollegen Peter Altmaier. Der will kleine und mittlere Betriebe bei der Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz entlasten.

Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Philipp Rösler (FDP) und Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU). dapd

Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Philipp Rösler (FDP) und Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU).

PassauDie schwarz-gelbe Bundesregierung will den Mittelstand und das Handwerk im Rahmen der Energiewende bei den Stromkosten entlasten. „Die kleinen und mittleren Unternehmen, gerade im Handwerk, leiden zunehmend unter hohen Strompreisen“, sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) der „Passauer Neuen Presse“ vom Samstag. Er unterstütze Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU), wenn dieser für Entlastungen bei der Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sorgen wolle.

Altmaier hatte angekündigt, mit dem Handwerk über niedrigere Schwellen für kleine und mittlere Betriebe und eine Entlastung bei den Energiekosten sprechen zu wollen. Auch der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Bundestag, Ernst Hinsken (CSU), forderte in der "Passauer Neuen Presse", mehr Betriebe aus dem Mittelstand von der EEG-Umlage zu befreien. Gerade die Energiekosten von Handwerksbetrieben seien in den vergangenen Jahren enorm angestiegen.

Von

afp

Kommentare (18)

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Account gelöscht!

02.06.2012, 11:16 Uhr

Das ist zwar eine gute Idee, denn diese Kleinberiebe haben wirklich daruntr zu leiden, aber was ist mit uns Bürgern?
Demnächst dürfen wir dann wohl 100 € und mehr Strompauschale im Monat zahlen, wenn das so weitergeht.
Denn der Netzausbau geht ebenfall wieder voll zu Lasten der Bürger.
Zahlen jetzt also die ganz normalen Bürger jede Investition im Land? Oder wie darf ich dieses Geschäftsmodell verstehen?
Am Gewinn sind wir dann allerdings nicht beteiligt. Das ist eigenartig

Account gelöscht!

02.06.2012, 11:30 Uhr

Noch eine Ausnahme und noch eine, usw. Wer bezahlt die Mehrkosten denn letzten Endes? Richtig, ungeliebte Politiker, die normalen Bürger. Wie lange wollt Ihr euch denn noch darauf verlassen, daß der Bürger kuscht oder noch besser, gar nichts mitkriegt? Die Energiewende ist ein einziger Krampf. Ich schlage vor: dieses planlose Chaos abzubrechen, ein durchdachtes und mit allen Stellen abgestimmtes Konzept auszuarbeiten (Projektdauer mindestens 3 Jahre) und dann mit der Realisierung zu beginnen. So Herr Rösler(Unfähigkeit bereits bewiesen) und lieber Herr Altmaier wird das jedenfalls nichts!

magra

02.06.2012, 11:46 Uhr

Nein, das ist keine gute Idee, da dadurch die Kosten der Energiewende auf immer weniger Schultern verteilt werden. Schon die bestehenden Befreiungen für ca. 1800 Großunternehmen sind ein Fehler. Lediglich für die rund 200 energieintentiven und gleichzeitig in internationalem Wettbewerb stehenden Unternehmen, die schon anfangs von der EEG-Umlage befreit waren, ist die Notwendigkeit der Bevorzugung akzeptabel.
Die EEG-Umlage ist zum letzten Jahreswechsel nämlich nicht wie immer von der Eon-RWE-Lobby behauptet wegen des starken Zubaus an Photovoltaikanlagen gestiegen sondern ausschliesslich aufgrund der exorbitanten Ausweitung des Kreises der befreiten Unternehmen.
Und weil dieser Betrug am Volk so gut funktioniert hat wollen es die von den vier großen Stromkonzernen gesponserten Politiker mit einer erneuten Ausweitung der Befreiungsvorschriften erneut versuchen. Und dann kommen zum Jahresende wieder die gleichen Lügen und man wird wieder versuchen, den Ausbau der erneuerbaren Energien so weit wie möglich auszubremsen.
Alles nur um die Miliardengewinne von Eon & Co. so lange wie möglich am sprudeln zu erhalten.

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