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24.04.2017

11:30 Uhr

Stromnetze in Deutschland

Energieverband warnt vor zu langsamen Ausbau

Der Anteil von Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen steigt rasant. Doch der Trassenausbau in der Bundesrepublik ist ins Stocken geraten. Nun warnt der Energieverband vor der zunehmenden Belastung.

Windparks an Land bleiben in Deutschland mit 22,4 Milliarden kWh weiter größte regenerative Stromquelle – sie legten um 3,1 Prozent zu. dpa

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Windparks an Land bleiben in Deutschland mit 22,4 Milliarden kWh weiter größte regenerative Stromquelle – sie legten um 3,1 Prozent zu.

HannoverDer Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) warnt vor einer zunehmenden Belastung der deutschen Stromnetze durch einen ins Stocken geratenen Trassenausbau. „Wir sind beim Leitungsausbau zu langsam“, betonte BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer am Montag auf der Hannover Messe. Die Gründe seien vielschichtig, dazu gehöre aber mitunter auch eine mangelnde Unterstützung durch die Politik vor Ort. „Der Anteil der Erneuerbaren Energien wird weiter wachsen - das hat natürlich Auswirkungen auf den Netzausbau.“

Im ersten Vierteljahr wuchs der Anteil von Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen gegenüber dem Vorjahresquartal um vier Prozent auf 50,1 Milliarden Kilowattstunden (kWh) - ein Anteil von einem Drittel am deutschen Stromverbrauch. Den stärksten Schub gab es bei der Offshore-Windkraft, die um 36,7 Prozent auf 4,8 Milliarden kWh stieg. Windparks an Land bleiben jedoch mit 22,4 Milliarden kWh weiter größte regenerative Stromquelle - sie legten um 3,1 Prozent zu. Zuwächse gab es auch bei der Photovoltaik (29 Prozent), während die Stromerzeugung aus Wasserkraft wegen geringer Niederschläge um 31,3 Prozent auf 3,7 Milliarden Kilowattstunden sank.

Von

dpa

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