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03.07.2014

14:53 Uhr

Stromquellen

Erneuerbare Energien überholen Braunkohle

Solar- und Windenergie auf dem Vormarsch: Erneuerbare Energien haben ihre Produktion im ersten Halbjahr gesteigert und sind größte Stromquelle geworden. Insgesamt macht Ökostrom aber nur ein Drittel aus.

Solaranlage in Inden. Erneuerbare Energien machen 31 Prozent der Stromerzeugung aus. dpa

Solaranlage in Inden. Erneuerbare Energien machen 31 Prozent der Stromerzeugung aus.

HamburgDank milder Temperaturen, viel Wind und viel Sonnenschein ist die Stromproduktion mit erneuerbare Energien im ersten Halbjahr 2014 deutlich gestiegen - und zwar zu Lasten konventioneller Energiequellen wie Kohle und Gas. Solaranlagen steigerten ihre Produktion im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 um 28 Prozent, Windenergie legte um rund 19 Prozent zu, wie aus einer Studie des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) hervorgeht.

Mit Solar- und Windenergieanlagen wurden im ersten Halbjahr insgesamt 45 Terawattstunden (TWh) produziert, was 17 Prozent der gesamten Stromerzeugung ausmachte. Wasser und Biomasse hinzugerechnet, wurden durch erneuerbare Energiequellen zwischen Januar und Juni rund 81 TWh Strom gewonnen, was einem Anteil von rund 31 Prozent an der Stromerzeugung entsprach. Im Vergleich dazu produzierten Braunkohlekraftwerke der Studie zufolge 69,7 TWh im ersten Halbjahr, also knapp 26,5 Prozent der gesamten Stromerzeugung.

Die Produktion mit Braunkohle ging dem Institut zufolge um vier Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 zurück. Sie habe aber auf dem hohen Niveau von 2012 gelegen und bewege sich immer noch etwa fünf Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Deutlicher zurück ging die Stromproduktion mit Steinkohle, und zwar um knapp elf Prozent auf 50,9 TWh. Die Atomkraftwerke in Deutschland produzierten zwischen Januar und Juni 45 TWh, das waren knapp zwei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

03.07.2014, 15:33 Uhr

So ein Schwachsinn und Propagandaartikel!
Die Erneuerbaren Energien werden Kohle, Gas und Kernkraftwerke NIE überholen oder ablösen können. Ohne die Kohle wäre unser Stromnetz nicht aufrecht zu halten und bei jeder Flaute, Sturm, Wolkendecke, Nacht, Winter (zu wenig) und Sommer (zu viel) Strom, schon längst zusammengebrochen. Auch so eine Pleite wie bei Bard 1 (Totalausfall) wird unsere Gesellschaft in Zukunft von einer industriellen Wohlstandsgesellschaft in eine Mittelalter Gesellschaft (mit Mord und Totschlag) katapultieren.


Herr Eberhard Steinweg

03.07.2014, 15:47 Uhr

Das , was einen beeindruckt ist, dass in einem Wirtschaftsblatt ein Artikel zu dem Thema erscheint, kein Wort zu den Kosten anbei. Es geht offenbar um Indoktrination.

Herr Hans Meier

03.07.2014, 16:00 Uhr

In der Tat, erstaunlich. Immerhin kommt so der Rest Europas zu günstigen Stromkosten. Auch beim Handelsblatt ist die Sache mit "Qualitätsjournalismus" halt eine nur eine Phantasie und keine Relaität.

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