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09.04.2013

17:07 Uhr

Studie

Flickenteppich Familienpolitik

VonLaura-Patricia Montorio

Elternzeit, Elterngeld, Ehegattensplitting: Der deutschen Familienpolitik fehlt eine erkennbare Zielsetzung. Dabei haben Mütter und Väter in Deutschland klare Vorstellungen, welche Unterstützung sie sich von den Politikern erhoffen.

Im Wahlkampf ist die Diskussion über Sinn und Unsinn von verschiedenen familienpolitischen Maßnahmen voll entbrannt. Das ist auch gut so: Denn momentan sind 61 Prozent der deutschen Eltern verwirrt - sie können bei der Bundesregierung keine konkreten familienpolitischen Ziele erkennen. dpa

Im Wahlkampf ist die Diskussion über Sinn und Unsinn von verschiedenen familienpolitischen Maßnahmen voll entbrannt. Das ist auch gut so: Denn momentan sind 61 Prozent der deutschen Eltern verwirrt - sie können bei der Bundesregierung keine konkreten familienpolitischen Ziele erkennen.

BerlinDie Bundesregierung verfolgt keine konkreten familienpolitischen Ziele. Das denken 61 Prozent der deutschen Eltern. So das Ergebnis der Forsa-Sudie „Familie und Wahl“, die die Zeitschrift Eltern in Auftrag gegeben hat. Dafür befragte das Forsa-Institut 1.000 deutsche Mütter und Väter minderjähriger Kinder zur deutschen Familienpolitik vor der Bundestagswahl.

Doch nicht nur die Bundesregierung folgt keiner klaren familienpolitischen Linie: Rund die Hälfte der Eltern wissen auch nicht, für welche familienpolitischen Ziele die einzelnen Parteien jeweils stehen. Zwei Drittel führen das nicht auf das eigene Desinteresse, sondern klar auf die schwammigen Informationen der Politiker zurück. „Die Parteien regieren über die Köpfe der Eltern hinweg und haben kein schlüssiges Gesamtkonzept für die Familienpolitik entwickelt“, kommentiert der Forsa-Chef Manfred Güllner das Umfrage-Ergebnis.

Unzufriedenheit und Verwirrung sind bei den Eltern vor der Bundestagswahl entsprechend groß. Denn sie haben nicht das Gefühl in den öffentlichen Diskurs über Familienpolitik miteinbezogen zu werden, meint Eltern-Redakteurin Anke Willers: „Der Fleckerlteppich an unterschiedlichen Maßnahmen war gut gemeint im Sinne der Wahlfreiheit. Das kommt bei den Eltern aber nicht so an.“ Dabei haben deutsche Mütter und Vater recht klare Vorstellungen, wie sie sich eine familienfreundliche und nachwuchsfördernde Politik vorstellen:

Ehegattensplitting

Entstehung

Das Ehegattensplitting wurde 1958 auf Veranlassung des Bundesverfassungsgerichts ins Einkommensteuergesetz geschrieben.

Ehepartner gemeinsam veranlagt

Damit wird das Einkommen von Ehepaaren im Regelfall zusammen veranlagt. Bei Paaren mit gleich hohen Einkommen gibt es keinen Unterschied.

Springeffekt bei ungleichem Gehalt

Verdient aber ein Partner deutlich weniger als der andere oder hat gar kein Einkommen, tritt ein steuerreduzierender Splittingeffekt ein. Zum Beispiel wird das Einkommen eines verheirateten Alleinverdieners von 60 000 Euro mit 11 250 Euro Steuern belastet. Wäre er nicht verheiratet, müsste er bei gleichem Einkommen 17 028 Euro Steuern zahlen. Die Differenz von 5778 Euro ist der steuerreduzierende Splittingeffekt.

Kosten

Im Jahr 2010 kostete das Ehegattensplitting den Staat fast 20 Milliarden Euro.

 Das erstaunlichste Ergebnis der Studie ist wohl, dass 81 Prozent der Eltern das Ehegattensplitting befürworten. Es entlastet besonders die Familien steuerlich, in denen die Ehepartner sehr unterschiedlich verdienen. Obwohl im heraufziehenden Wahlkampf Politiker die Abschaffung des Ehegattensplittings bereits heiß diskutieren, wollen die befragten Eltern es also klar beibehalten. Eltern-Chefredakteurin Marie-Luise Lewicki erklärt: „Das Splitting steht für Flexibilität. Denn im Leben können Situationen entstehen, wo ein Elternteil plötzlich nicht mehr arbeiten kann.“ Wenn etwa das Einkommen der Frau plötzlich wegfällt, weil sie sich neben den Kindern noch um ein pflegebedürftiges Elternteil kümmern muss, kann das Splitting den finanziellen Verlust eines Ehepartners abdämpfen. „Familien möchten, dass die Politik honoriert, wenn Familien in solchen Fällen füreinander einstehen“, meint Lewicki.

Kommentare (7)

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Elternteil

09.04.2013, 18:33 Uhr

Guter Artikel HB. Bitte an die verantwortlichen Politiker der Parteien verschicken und am besten noch eine Unterschriftenaktion daraus machen. Die ideologische Verbohrtheit und Ignoranz der politischen Entscheider ist nur schwer zu ertragen

Eule

09.04.2013, 18:54 Uhr

Die Zielrichtung ist sehr wohl klar. Die Zerstörung der Familie, die Zerstörung von Mutter und Vater und die natürliche Sexualität und stattdessen GENDER MAINSTREAMING für die Weltregierung. Die EUdSSR ist deren Arm in Europa.

Wer nicht versteht, daß der Fleckerteppich deshalb ausgelegt wird, um das konservative Stimmvieh bei der Stange zu halten und zu verschleiern, was die GROSSE LINIE ist, die völlig unabhängig von Wahlen und ohne jemals die Zustimmung der Bevölkerung erhalten zu haben - aber das ist ja der große Trick: "demokratische Regierungen" zeichnen sich dadurch aus, daß sie nie die Mehrheit des Volkes hinter sich haben - durchgezogen wird.

Also liebes Stimmvieh, schön brav sein und Maul halten, wenn im Kindergarten Schwulen-, Lesben- und andere Perversionen euren Kindern vermittelt werden! Sonst seid ihr keine guten Demokratten. Und diese brauchen aber die Weltverbrecher für ihren Plan.

Unternehmer

09.04.2013, 19:41 Uhr


sorry, aber . . .

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