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14.09.2013

11:25 Uhr

Studie

Frauenanteil im Bundestag bleibt auch künftig gering

Weibliche Abgeordnete dürften im Bundestag weiterhin eine Minderheit bleiben: Einer Studie zufolge sind trotz der Debatte um Frauenquoten in Politik und Wirtschaft Bewerberinnen um ein Parlamentsmandat Mangelware.

Die Kandidatinnenquote liegt bei den fünf bislang vertretenen Parteien im Bundestag weit entfernt von numerischer Gleichberechtigung. dpa

Die Kandidatinnenquote liegt bei den fünf bislang vertretenen Parteien im Bundestag weit entfernt von numerischer Gleichberechtigung.

MünchenTrotz der Debatte um Frauenquoten in Politik und Wirtschaft dürften weibliche Abgeordnete im Bundestag auf Jahre eine Minderheit bleiben: Einer Studie zufolge sind nur 25,8 Prozent der insgesamt 2055 diesjährigen Bewerber um ein Parlamentsmandat Frauen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Zählung der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft in Berlin, aus der die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Samstagsausgabe zitiert.

Bei den fünf bislang im Bundestag vertretenen Parteien liegt die Kandidatinnenquote demnach mit 33,9 Prozent etwas höher, aber dennoch weit entfernt von numerischer Gleichberechtigung. Dabei sind die Landeslisten von CDU/CSU, SPD, Linkspartei, Grünen und FDP insgesamt etwas weniger männerdominiert als ihr Aufgebot an Direktkandidaten.

Bei den Unionsparteien etwa, die ihre meisten Sitze über Direktmandate holen, sind demnach lediglich 22,3 Prozent dieser Bewerber Frauen. Bei der SPD seien es zwar 37,2 Prozent, allerdings werde die selbstgesteckte Quote von 40 Prozent damit trotzdem verfehlt. Schlusslicht bei den Bundestagsparteien ist die FDP, bei der Frauen lediglich 17,1 Prozent der Direktkandidaten ausmachen.

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Für Linkspartei und Grüne wurden keine Zahlen zu den Direktmandaten angegeben, allerdings zeigten sich beide Parteien bei den Landeslisten vorbildlich: Mit 50,3 beziehungsweise 50,9 Prozent wurde das Soll von den Linken und Grünen trotz Ausreißern in einzelnen Bundesländern wie Thüringen sogar übererfüllt.

Die Union erreicht dem Bericht zufolge eine durchschnittliche Frauenquote von 34,9 Prozent auf ihren Landeslisten, bei der FDP sind es gar bloß 20,1 Prozent. Auch die vor einem Jahr gegründete Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland bietet in diesem Punkt keinen Anlass zur Hoffnung: Auf ihren Landeslisten finden sich lediglich 15,9 Prozent Frauen, die am 22. September auf den Einzug in den Bundestag hoffen dürfen.

Von

afp

Kommentare (1)

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14.09.2013, 22:38 Uhr

Frauen,
dazu fällt mir ein, das ich als männliches Kind immer gedacht habe, das Mädchen nicht spucken können.
Und ich musste Mitte 20 werden, bis mir ein ausgesprochenes Prachtexemplar der Gattung lachend das Gegenteil bewiesen hatte, und auf einer Brücke stehend zu meinem erstaunen, einen dicken Tropfen weiße, schaumige Spucke hat in die tiefe fallen lassen.
Tatsache, Frauen können tatsächlich Spucken und ich bin Zeuge der Demonstration gewesen.

Und noch etwas geradezu unglaubliches ist an diesem Tag offensichtlich geworden, Frauen können nicht nur Sport treiben, ins All fliegen, mit einem Frauenflugzeug durch den Frauenhimmel fliegen, Spucken, nein, Frauen können auch auf Brücken gehen, Tatsache! auf von Männer gebaute Brücken - jetzt sind Sie baff, wie?

Zum Glück sag ich heute, hatten mir meine Hormone die Sehsinne vernebelt, sonst hätte dieser Erkenntnissegewinn an diesem Tag, mein Menschenbild völlig durch einander gepurzelt.

Ich bin Zeuge von Unglaublichkeiten an diesen Tag geworden.
Stellt sich die Frage,
in wie weit hat der geschlechtsneutrale Asphalt, als Belag auf der Brücke, Anteil an diesen sonderbaren Vorkommen?
Da lässt sich doch sicher von der Feministen Wizzenschaft eine, finanziell großzügig ausgestattete Studie auflegen, die erarbeiten könnte "in wie Weit kann der geschlechtsneutrale Asphalt, diese dunklen Schwingungen von Männerarbeit, Schweiß und krankhafte Sexualität (Sonntags TV Talkrunde, v.d.Leyen Brig. Stoppschild) bei dem Bau der Brücke abgeschirmt worden sein
und lässt sich diese Abschirmung möglicherweise in den Alltag übernehmen?" wie bei der Abschirmung von zB. Packkartone, die anstelle des Menschenverachtenden (heimliches beobachten von Männern) vergitterten Gesichtsbereiche den obersten Teil der Burka Model-Feminist- darstellen könnten, einsetzen?
Aber das ist noch Zukunftsmusik.

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