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04.12.2013

16:38 Uhr

Studie

Hohe Bildungshürden für Migrantenkinder

Oft ist es Glückssache, ob das Potential von Schülern mit Migrationshintergrund erkannt wird. Viele erreichen erst auf Umwegen höhere Bildungsabschlüsse und sehen ihre Herkunft mehr als Problem denn als Chance.

Haben oft die Defizitperspektive verinnerlicht: Schüler mit Migrationshintergrund in Deutschland. dpa

Haben oft die Defizitperspektive verinnerlicht: Schüler mit Migrationshintergrund in Deutschland.

DüsseldorfDie Fähigkeiten und Potentiale von Kindern mit Migrationshintergrund werden von der Grundschule bis zum Studium systematisch unterschätzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Uni Düsseldorf im Auftrag der Mercator- und der Vodafone-Stiftung, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

Viele Migranten rückten ihre Defizite, wie mangelnde Sprachkenntnisse, in den Vordergrund und sähen ihren Hintergrund mehr als Problem denn als Chance. Als Folge durchlaufen Schüler mit Migrationshintergrund viele Umwege, Schleifen, Sackgassen und Neuorientierungsphasen.

Sie hätten, so die Studie, eine Problemperspektive verinnerlicht und wollen beispielweise selbst ihre Kinder nicht auf Schulen mit einem hohen Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund schicken. „Um die bestehende Bildungsungleichheit zu verringern, ist es daher zentral – neben der Behebung der sozialen und sprachlichen Nachteile – einen Fokus auf die Förderung der Stärken zu legen“, erklärt Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator, zu den ersten Ergebnissen der Studie. „Die breit angelegte Untersuchung der Einstellungen und Erfahrungen von Eltern aus ganz unterschiedlichen Milieus zeigt, wo diese Stärken liegen, hier müssen wir in Zukunft verstärkt ansetzen.“

Die ideale Schule

Engagierte Lehrer

...fordern 94 Prozent der Lehrer und 92 Prozent der Eltern.

Gut ausgebildete Lehrer

...fordern 85 Prozent der Lehrer und 83 Prozent der Eltern.

Gute Organisation des Schulalltags

...fordern 77 Prozent der Lehrer und 74 Prozent der Eltern.

Klassengröße

Kleine Klassen wünschen sich 76 Prozent der Lehrer und 80 Prozent der Eltern.

Förderung

Eine gezielte Förderung nach Begabung wünschen sich 75 Prozent der Lehrer und 78 Prozent der Eltern.

Platz

Geeignete Räumlichkeiten fordern 72 Prozent der Lehrer und 64 Prozent der Eltern.

Vorbereitung

Eine gute Vorbereitung auf das Berufsleben ist für 51 Prozent der Lehrer und 67 Prozent der Eltern ein wichtiger Faktor für die ideale Schule.

Fremde Kulturen

Die Möglichkeit zum Schüleraustausch ist für 27 Prozent der Eltern und 39 Prozent der Eltern wichtig.

Entscheidend für eine Förderung seien häufig einzelne Lehrer. Dies gelte sowohl im negativen Sinne, wenn Kinder deutliche Anzeichen für Diskriminierung im Unterricht spürten, als auch im positiven Sinne, wenn Pädagogen sich besonders stark für diese Schüler engagierten.

Eltern mit Migrationshintergrund benötigten bei der Bildung ihrer Kinder mehr Unterstützung, heißt es in der Studie „Bildung, Milieu, Migration“ weiter. So würden diese Eltern oft große Anstrengungen unternehmen, um ihren Kindern eine bessere Bildung zu ermöglichen.

„Vielen von ihnen fehlt nicht nur das Geld für die heute fast obligatorische Nachhilfe, sondern oft auch das Wissen darüber, wie sie ihren Kindern in der Schule am besten helfen können“, sagte der Vodafone-Stiftungsgeschäftsführer Mark Speich. „Manche Eltern haben aber nun einmal schwierigere Ausgangsbedingungen. Deshalb ist die Förderung dieser Eltern eine der wichtigsten Aufgaben für uns als Gesellschaft wie auch für die neue Bundesregierung.“

Kommentare (4)

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svebes

04.12.2013, 17:17 Uhr

. . . Für den Zwischenbericht wurden 120 problemzentrierte Tiefeninterviews mit Eltern von Schülern mit Migrationshintergrund ausgewertet das nennt man wohl nicht empirisch. Wenn ich die Kinder der asiatischen Zuwanderer betrachte, so haben diese fast alle Abitur. Wie erklärt sich dies? Zwar auch Migrationshintergrund, aber ein anderes Mindset. Sprich erst mal Leistung zeigen, dann kommt der Erfolg.

Milland

04.12.2013, 18:25 Uhr

Türkin mit Kopftuch.

Sehr gut ausgewählt für die Migranten Misere in unserem Land.

Account gelöscht!

05.12.2013, 08:54 Uhr

In Deutschland gibt es 700 000 Tausend Kinder mit Muslimischen Hintergrund. Die werden umkämpft von Salafisten,Muslimischen Organisationen und Deutschen Parteien die diese Kinder als zukünftiges Wahlpotenzial brauchen.

Die Bildung ist zweitrangig weil jede einzelne Organisation oder Partei eigene Ziele haben. Für Salafisten z.B werden Schüler auf Schulhöfen unter den Augen von Lehrern und Politik für Syrien rekrutiert. Da braucht es keine Bildung für.

In Hamburg können Kinder in der Grundschule schreiben wie sie möchten ohne Korrektur. Olav Scholz handelt hier im Sinne von Salafisten , die keine klugen Kämpfer oder Selbstmörder brauchen, sondern stark Gläubige Opferbereite.

Die Schwimmverbote und Klassenreisen aber Gebetsräume in Schulen, helfen den Salafisten auf vorbereitete Schüler zu treffen, die hier so leben können wie in Syrien,Afghanistan etc.

Die neue Forderung der SPD, sofort die Optionspflicht für Doppelpässe auszusetzen, reigt das die SPD mittlerweile
die Diktatur einsetzen will. Ohne die zweite Bundestagswahl abzuwarten ob es nun eine Regierung gibt,
springen sie nach massiven Aufforderungen der Muslimischen Organisatoren und wollen den entgültigen Deutschen Pass und natürlich den Türkischen Heimatpass.

Armes Deutschland.

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