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21.01.2008

10:08 Uhr

Studie

Immer mehr Deutsche leben an der Armutsgrenze

Bereits rund 13 Prozent der Bundesbürger sind laut einer aktuellen Studie armutsgefährdet Besonders betroffen sind ältere Menschen in den alten Bundesländern.

HB WIESBADEN. Etwa jeder achte Bundesbürger war laut der Studie „Leben in Europa“ im Jahr 2005 von Armut gefährdet. In den neuen Bundesländern und Berlin mussten demnach rund 15 Prozent der Bürger mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der gesamten Bevölkerung auskommen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Im früheren Bundesgebiet waren es knapp unter zwölf Prozent. Im gesamtdeutschen Durchschnitt waren 13 Prozent von Armut gefährdet.

Das mittlere verfügbare Jahreseinkommen lag 2005 bei 15 617 Euro pro Person. Als armutsgefährdet galten alleinlebende Personen, wenn sie weniger als 9 370 Euro im Jahr beziehungsweise 781 Euro im Monat zum Leben hatten. Ein Haushalt mit zwei Kindern unter 14 Jahren galt bei einem verfügbaren Jahreseinkommen von weniger als 19 677 Euro oder 1 640 Euro monatlich als armutsgefährdet.

Das mittlere verfügbare Einkommen armutsgefährdeter Personen lag im Jahr 2005 rund 20 Prozent unter der Schwelle von 9 370 Euro. Zugleich lag das Einkommen der einkommensstärksten 20 Prozent der Bevölkerung rund vier Mal so hoch wie das der einkommensschwächsten 20 Prozent der Bevölkerung. Im früheren Bundesgebiet waren mit 14 Prozent zudem überdurchschnittlich viele Menschen ab 65 Jahren von Armut betroffen. In den neuen Ländern und Berlin lag die Armutsgefährdungsquote laut der Studie dagegen nur bei unterdurchschnittlichen neun Prozent.

Für die Studie wurden in der Bundesrepublik rund 26 000 Personen ab 16 Jahren in rund 13 800 Haushalten befragt.

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