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09.07.2017

12:51 Uhr

Stützpunkt Incirlik

Bundeswehr beginnt Abzug aus der Türkei

Die Bundeswehr hat mit dem Abzug ihrer Flugzeuge vom türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik begonnen. Nach Spannungen mit der Türkei will sie ihre Aufklärungseinsätze in Syrien ab Oktober von Jordanien aus starten.

Die deutschen Tornado-Flugzeuge, die am internationalen Einsatz in Syrien beteiligt sind, sollen bald von Jordanien aus starten. Reuters

Luftwaffenstützpunkt Incirlik

Die deutschen Tornado-Flugzeuge, die am internationalen Einsatz in Syrien beteiligt sind, sollen bald von Jordanien aus starten.

BerlinDie Bundeswehr hat am Sonntag mit den Abzug vom türkischen Luftwaffen-Stützpunkt Incirlik begonnen. Das Tankflugzeug für die Aufklärungs-Jets vom Typ Tornado werde am Sonntag den Militärflughafen verlassen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums und bestätigte damit einen Bericht des "Spiegels". Die Verlegung der Luftwaffen-Einheit nach Jordanien ist der vorläufige Abschluss einer von mehreren deutsch-türkischen Streitigkeiten, die das Verhältnis zwischen beiden Staaten seit Monaten zunehmend belasten.

Die türkische Regierung unter Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte es Bundestagsabgeordneten untersagt, die deutschen Soldaten in Incirlik zu besuchen. Das Verbot wurde in einem Zusammenhang gestellt mit dem Beschluss des Bundestages, den Massenmord an Armeniern während des Ersten Weltkrieges im damaligen Osmanischen Reich als Genozid zu werten. Erdogan sieht darin eine Verunglimpfung seines Landes. Zudem wirft er einzelnen Abgeordneten eine Nähe zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK vor. Da die Bundeswehr eine Parlamentsarmee ist und damit der Kontakt mit Abgeordneten als unverzichtbar gilt, beschloss der Bundestag den Abzug.

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In Incirlik sind bislang rund 250 deutsche Soldaten als Teil des internationalen Einsatzes gegen die Extremistenmiliz IS stationiert. Mit sechs Tornado-Jets fliegen sie von dort aus Aufklärungseinsätze über Syrien und dem Irak, zudem versorgt das Tankflugzeug die Verbündeten in der Luft mit Treibstoff. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat angekündigt, dass sich die Bundeswehr von Oktober an wieder an den Einsätzen von Jordanien aus beteiligen will.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Aslan Kilinc

12.07.2017, 11:22 Uhr

Es ist konsequent, dass die Türkei das deutsche Personal und Geschwader aus der Türkei ausweist. Die Türkischen Streitkräfte brauchen die deutsche Beteiligung weder an der NATO-Mission, noch für die eigenen militärischen Operationen in den Krisengebieten.
Freilich wird in deutschen Medien oft verklärend behauptet, der Abzug wäre eine Folge verweigerter Einreise von deutschen Politikern, die aufgrund ihrer offenkundigen Sympathie für kurdische Terrorgruppierungen in der Türkei unerwünscht sind, aber ohnehin auf NATO-Basen nichts zu suchen haben,. Diese dummdreisten Provokationen der deutschenn Politik sind das Eine, die Tatsache, dass die deutschen "Aufklärungsflieger" für anti-türkische Terrororganisationen in Syrien und Irak und wer weiß wo noch Spionage betreiben ist das Andere. Außerdem wurden etwaige Aufklärungsdaten nicht an die Türkischen Streitkräfte weiter gegeben. Meiner Meinung nach eine offensichtliche Feindseligkeit und Beleg für subversive Aktivitäten.
Solche Leute wollen wir nicht in der Türkei, Ausweisung.
Nun gibt es eine kleine Waffenruhe im südwestlichen Syrien zu Jordanien, damit die deutschen dort

Herr Aslan Kilinc

12.07.2017, 11:25 Uhr

in "Sicherheit" eintrudeln können.
Sie Spionageflüge in Syrien werden sofern sie dann weiterhin statt finden werden sicherlich für die Türkischen Streitkräfte neu bewertet werden müssen.
Bon Voyage

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