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08.10.2012

19:52 Uhr

Stuttgarter OB-Wahlen

Kuhn hat gute Karten für Stichwahl

Im ersten Wahlgang um das Amt des Oberbürgermeisters von Stuttgart lag Grünen-Politiker Fritz Kuhn am Sonntag leicht vorn. Doch die Stichwahl in zwei Wochen könnte deutlicher ausgehen, erwarten Beobachter.

Wahlplakat von OB-Kandidat Fritz Kuhn vor dem Rathaus in Stuttgart. dpa

Wahlplakat von OB-Kandidat Fritz Kuhn vor dem Rathaus in Stuttgart.

Vor dem zweiten Wahlgang bei der Stuttgarter Oberbürgermeisterwahl werben die beiden Favoriten um die Wähler der SPD-nahen Kandidatin. Die 48-jährige Bettina Wilhelm zog sich am Montag aus dem Rennen zurück. Sowohl der Grünen-Politiker Fritz Kuhn als auch der für die CDU angetretene Unternehmer Sebastian Turner rechnen sich nach ihrem Kopf-an-Kopf-Rennen vom Sonntag gute Chancen auf den Wahlsieg am 21. Oktober aus.

Ihr Ergebnis von 15,1 Prozent der Stimmen sei enttäuschend gewesen, räumte Wilhelm ein. „Ich habe mit einer höheren Prozentzahl gerechnet.“ Eine direkte Empfehlung für einen anderen Bewerber wollte die 48-Jährige nicht abgeben, betonte aber inhaltliche Überschneidungen mit Kuhn. Dieser kam am Sonntag auf 36,5 Prozent und lag damit knapp vor Turner (34,5 Prozent). Da keiner der Kandidaten bei der OB-Wahl am Sonntag mehr als 50 Prozent der Stimmen holte, ist eine erneute Wahl in zwei Wochen erforderlich.

Nach einer Emnid-Umfrage könnten am übernächsten Sonntag 33,7 Prozent der Stimmen für Wilhelm dem grünen Kandidaten zugutekommen und 28,3 Prozent Turner. Dieser setzt darauf, die Wähler Wilhelms und bisherige Nichtwähler für sich zu gewinnen. „Viele Stuttgarter wollen keinen grünen OB. Daher werden viele von ihnen jetzt zur Wahl gehen, weil eine klare Richtungsentscheidung ansteht“, betonte der parteilose Unternehmer in einer Mitteilung.

Kuhn zeigte sich nach einem „Superergebnis“ siegessicher. „In 14 Tagen wird das meines Erachtens gut ausgehen.“ Er rechne damit, im zweiten Wahlgang am 21. Oktober viele Wähler gewinnen zu können, die am Sonntag noch für Wilhelm und den Stuttgart-21-Gegner Hannes Rockenbauch gestimmt haben. Rockenbauch hatte 10,4 Prozent der Stimmen auf sich vereinigt. „Man muss ja nur zusammenrechnen.“ Der viertplatzierte Rockenbauch hatte zunächst noch nicht über einen mögliche Kandidatur im zweiten Wahlgang entschieden.

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Wilhelm nannte als Grund für ihr schlechtes Abschneiden die starke Polarisierung zwischen Kuhn und Turner kurz vor dem Wahltag. Ihr zugeneigte Wähler hätten deshalb befürchtet, ihre Stimme zu verschwenden. Zudem sei es ihr nicht gelungen, in der immer noch durch das Bahnvorhaben Stuttgart 21 gespaltenen Stadt ihre Position als Vermittlerin zu verdeutlichen.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Tabu

08.10.2012, 20:17 Uhr

Bloss kein Grüner, die wollen am liebsten alles verbieten.
Und wir wissen oder werden erleben, wie teuer erneuerbare Energie ist/wird.
Strom wird bald 40 Cent pro Kilowattstunde kosten,

KeinTabu

08.10.2012, 21:06 Uhr

machen Sie sich keine Sorgen, Ihnen kann nichts passieren.

[...].+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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bjarki

09.10.2012, 02:56 Uhr

Glück muss man haben, ich habe angefangen in Stuttgart mich von meinen Immobilien zu trennen, als noch kein grüner Wahnsinn in Sicht war. Und da sich Immos in Deutschland nur wie saures Bier verkaufen, weil kaum einer finanziert wird, konnte ich kurz vor der grünen Welle und der Erhöhung des Hebesatzes von 430 auf 530%( um nur ein Beispiel zu nennen) auch das letzte Objekt noch rechtzeitig abstossen. Ok Stuttgart, Du wolltest es so, schade um Dich, jetzt musst Du im grünen Sumpf krepieren. Der braune war damals noch erfolglos.

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