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05.02.2015

14:47 Uhr

Suche nach Fachkräften

Forscher korrigieren Prognosen zu Arbeitskräftepotenzial

Die demografische Entwicklung in Deutschland führt zu Fachkräftemangel, zu wenige junge, arbeitshungrige Menschen kommen nach – so lautet das übliche Szenario. Nun zeigt eine Studie: Viele Sorgen sind wohl übertrieben.

Wie setzt sich eine Gesellschaft zusammen, wie viele Schultern sind da, um die anfallenden Lasten zu schultern? Das sind Zukunftsfragen, die Forscher umtreiben. Die Zuwanderung nach Deutschland macht ihnen Hoffnung. dpa

Alt und jung vereint: eine inklusive und bunte Bevölkerung sollte Ziel einer jeden Bevölkerungs- und Familienpolitik sein.

Wie setzt sich eine Gesellschaft zusammen, wie viele Schultern sind da, um die anfallenden Lasten zu schultern? Das sind Zukunftsfragen, die Forscher umtreiben. Die Zuwanderung nach Deutschland macht ihnen Hoffnung.

BerlinDas Arbeitskräfteangebot in Deutschland wird trotz des demografischen Wandels nach einer neuen Studie nicht so stark schrumpfen wie bisher angenommen. Die Zahl der Erwerbspersonen werde bis zum Jahr 2030 voraussichtlich um zwei Millionen sinken, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums. Dass der Rückgang nicht größer ausfalle, liege auch an einer inzwischen höher veranschlagten Zuwanderung von ausländischen Arbeitskräften. Die Forscher gehen dabei von einer Nettozuwanderung von jährlich 200.000 Menschen ab dem Jahr 2020 aus. Kämen jedes Jahr unter dem Strich 300.000 Zuwanderer, würde demnach das Angebot an Arbeitskräften nur um rund 900.000 zurückgehen.

Die Arbeitsmarktprognose für 2030 sei besser als noch 2012 angenommen, erklärte Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD). Ein Grund dafür sei auch, dass Deutschland inzwischen das zweitbeliebteste Einwanderungsland der Welt sei. Einwanderung allein reiche aber nicht, den Fachkräftebedarf zu decken. Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) rief die Unternehmen auf, Frauen eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.

Dramatisch deutlich werden die Auswirkungen des demografischen Wandels in der Perspektive bis 2050. "Unter den heutigen Bedingungen wird die Zahl der Erwerbspersonen bis 2050 um acht Millionen zurückgehen", heißt es in der Kurzfassung der Studie. Damit verlöre Deutschland bis 2050 ein Fünftel des heutigen Arbeitskräfteangebots.

Von

rtr

Kommentare (12)

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Herr Adre Klarmann

05.02.2015, 15:58 Uhr

Forscher korrigieren ohnehin grundlegende falsche Zahlen nach unten.

Forscher korrigieren Zahlen nach unten, die ohnehin grundlegend falsch sind und ein nicht-existentes Problem beschreiben.

Es gibt keinen Fachkräftemangel in Deutschland:
http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/fachkraeftemangel-wer-hat-angst-vor-der-killerstatistik-a-791288.html

Der sogenannte Fachkräftemangel ist nichts anderes als eine Propagandalüge der Wirtschaftslobby, die nur verbreitet wird, um mittels Zuwanderung die Arbeitnehmerschaft zu schwächen und Lohndumping durchzusetzen. Und wenn Parteien diese Lüge akzeptieren und ihre Politik danach ausrichten , begehen sie nichts anderes als Verrat an der Bevölkerung.

Und wenn Medien diese Politik der Parteien nicht kritisieren, und die Propagandalüge des Fachkräftemangels selbst weiter verbreiten, so begehen sie gleichsam Verrat - an der Wahrheit, der Bevölkerung, ihrer Pflicht als Journalisten, an der Bevölkerung wie an sich selbst.

Herr Nino Cardenas

05.02.2015, 16:52 Uhr

Allianz aus Linken und Großindustrie für Zuwanderung

Wir haben es beim Thema Zuwanderung mit einer unheilvollen "Allianz" zwischen Linken einerseits sowie Großkapital u. Großindustrie zu tun, die beide für offene Grenzen und weitere Zuwanderung arbeiten, wenn auch unterschiedlichen Motiven.

* Großkapital u. -industrie (oder zumindest Teile davon ) wollen Zuwanderung aus wirtschaftlichen und machtpolitischen Gründen – erstens weil Zuwanderung ein Arbeitskräfteüberangebot generiert, das die Position der Arbeitnehmer schwächt und so Lohnsenkungen und Lohndumping macht, und zweitens weil sie die Gesellschaft heterogenisiert und damit weniger solidarisch macht.

* Die Linken wollen Zuwanderung aus politischen/ideologischen Gründen wie etwa einem antieuropäischen/antiweißen Rassismus verbunden mit dem Streben nach einer Gesellschaft mit möglichst wenig Europäern oder aus dem machtpolitischen Motiv, möglichst viele zukünftige, neue Wähler ins Land zu holen.
Außereuropäische, insbesondere muslimische Migranten wählen in ganz Europa fast auschließlich linke Parteien

Beide Gruppen – Linke wie Großkapital– arbeiten mehr oder weniger unabhängig voneinander für das gemeinsame Ziel – obschon der Umfang der offenen Zusammenarbeit zunimmt.

Und alle etablierten Parteien gehören entweder zu den Interessenvertretern von ersterer Gruppe oder aber zur letzerer Gruppe. Die SPD und Grüne kann sogar beiden Gruppen zurechnen – diese Parteien sind kulturell links, und damit auch antieuropisch-rassistisch, in wirtschaftlichen Belangen jedoch in weiten Teilen auch (neo)liberal mit einem guten Draht zu Wirtschaft und Kapital.

Die Leidtragenden und „unglückliche Dritte“ dieser Allianz sind sowohl die einheimische Arbeitnehmer – die immer mehr verarmen– als auch speziell die Deutschen und alle anderen, christlich-geprägten, weißen Europäer– die verdrängt und marginalisiert werden. Die Politik der etablierten Parteien ist ein also ein einziger gigantischer Verrat.

Herr Günther Schemutat

05.02.2015, 18:25 Uhr

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