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26.01.2004

07:24 Uhr

Superwahljahr

FDP schreibt Schäuble bei der Bundespräsidentenkür ab

VonRüdiger Scheidges

In der FDP gibt es eine wachsende Mehrheit für einen eigenen Kandidaten bei der Wahl des Bundespräsidenten. gleichzeitig sprechen sich immer mehr Liberale gegen Wolfgang Schäuble (CDU) als gemeinsamen Bewerber aus.

BERLIN. „An dem starken Wunsch unserer Parteibasis wie auch der Landesfürsten, einen eigenen Kandidaten aufzustellen, können wir, selbst wenn wir wollten, nicht länger vorbeischauen,“ bestätigte ein FDP-Präsidiumsmitglied dem Handelsblatt. „Grundsätzlich muss man sagen: Der Trend geht rapide weg von einem CDU-Kandidaten.“

Tatsächlich bestätigen hohe Liberale, dass vor allem CDU-Mann Schäuble in der FDP nicht durchsetzungsfähig sei. „Sein großes Problem ist nicht nur, dass er aus Selbstschutz das Parlament belogen hat. Vielmehr ist entscheidend, dass für viele von uns Schäuble nicht für Integration steht, sondern im Gegenteil für einen Politikertyp, der energisch stets seine Meinung nur für richtig hält und durchsetzen will.“

Die Befürchtung, dass die ungeklärte 100 000-Mark-Spende des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber an Schäuble kurz vor der Wahl hochkommt, sei angesichts des Buches der ehemaligen CDU-Schatzmeisterin Brigitte Baumeister zudem „mehr als wahrscheinlich“. „Dann müssen wir uns auf einiges einstellen, was der Würde des Amtes garantiert nicht entspricht.“

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