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04.09.2012

14:56 Uhr

Syrien

Deutschland erwägt Aufnahme von Flüchtlingen

Angesichts der sich zuspitzenden humanitären Lage in Syrien und der steigenden Zahl an Flüchtlingen wird über eine Aufnahme syrischer Flüchtlinge diskutiert. Westerwelle schließt deren Aufnahme nicht mehr aus.

Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle während des Treffens in Berlin. AFP

Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle während des Treffens in Berlin.

„Ich schließe das nicht aus, dass auch bei uns in Deutschland Flüchtlinge Zuflucht finden", sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) am Dienstag in Berlin. Dort tagte eine Arbeitsgruppe zu einem wirtschaftlichen Neuanfang in Syrien.
Zwar schließe er eine Aufnahme von Flüchtlingen beispielsweise zur medizinischen Behandlung nicht aus, der Schwerpunkt der deutschen Hilfe liege aber "eindeutig" vor Ort, sagte Westerwelle. Für die Flüchtlingshilfe habe die Bundesregierung bereits 22 Millionen Euro bereitgestellt.

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SPD-Vizefraktionschef Gernot Erler sagte der Zeitung "Die Welt", wenn der Flüchtlingsstrom aus Syrien nicht zum Erliegen komme, würden auch die EU-Mitgliedsländer nicht umhin kommen, Flüchtlinge aufzunehmen. Grünen-Vizefraktionschef Josef Winkler forderte, Deutschland und die EU sollten "aus humanitären Gründen unbürokratisch Flüchtlinge aus Syriens Nachbarländern Türkei, Libanon und Jordanien" aufnehmen.

Die Zahl der Flüchtlinge aus Syrien stieg nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR im vergangenen Monat auf eine Rekordmarke. Allein im August seien mehr als 100.000 Menschen aus Syrien in benachbarte Länder geflohen, hieß es vom UNHCR in Genf. Insgesamt seien bislang 235.000 Syrer aus dem Land geflohen.

Besorgt über die humanitäre Lage im Land zeigte sich Rot-Kreuz-Chef Peter Maurer. Bei einem Treffen mit Präsident Baschar al-Assad in Damaskus forderte der Chef des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) die Einhaltung internationaler humanitärer Standards. Assad sagte bei dem Treffen laut syrischem Staatsfernsehen, er unterstütze die Arbeit des Roten Kreuzes in Syrien, solange sie "parteilos und unabhängig" bleibe.

Kommentare (19)

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Andreas

04.09.2012, 15:23 Uhr

Dieses Deutschland! Immer muss es so sozial wie möglich sein, wozu denn bitte?

(..)
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arabische_Liga

04.09.2012, 16:03 Uhr

Wie sieht es eigentlich mit der arabischen Liga aus? Nehmen die Leute auf? Da hört man nämlich nichts. Und es wären doch Glaubensbrüder. Finanziell geht es denen doch auch blendend.

Die USA hat es in der Zwischenzeit verstanden, dass es sinnlos ist, den Retter der gesamten Menschheit spielen zu wollen.

Ein_Sparsamer

04.09.2012, 16:20 Uhr

SPD-Vizefraktionschef Gernot Erler sagte der Zeitung "Die Welt", wenn der Flüchtlingsstrom aus Syrien nicht zum "Erliegen komme, würden auch die EU-Mitgliedsländer nicht umhin kommen, Flüchtlinge aufzunehmen. Grünen-Vizefraktionschef Josef Winkler forderte, Deutschland und die EU sollten "aus humanitären Gründen unbürokratisch Flüchtlinge aus Syriens Nachbarländern Türkei, Libanon und Jordanien" aufnehmen."
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Schlicht und ergreifend: Das Boot ist voll! Wir können nicht die ganze Welt retten, auch wenn sozialromantische Traumtänzer das fordern! Irgendwer muß dieses Geld nämlich erarbeiten!

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