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18.10.2012

13:16 Uhr

Syrien

Sondergesandter reist nach Damaskus

Der Sondergesandte Brahimi will in Damaskus den syrischen Außenminister treffen. Der Gesandte von Uno und Arabischer Liga soll bei der Beendigung des seit 2011 anhaltenden Konflikts helfen.

Der Statuenkopf von Machthaber Assad. Ein Gegner hat ihm einen Schuh in den Mund geschoben. AFP

Der Statuenkopf von Machthaber Assad. Ein Gegner hat ihm einen Schuh in den Mund geschoben.

DamaskusDer Syrien-Sondergesandte Lakhdar Brahimi reist nach syrischen Regierungsangaben am Samstag erneut nach Damaskus. Dort werde er mit Außenminister Walid al-Muallim zusammentreffen, sagte Außenamtssprecher Dschihad Makdissi am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Brahimi hatte in den Tagen zuvor bereits verschiedene Nachbarländer Syriens besucht, um über einen Ausweg aus dem seit März 2011 anhaltenden Konflikt in dem Land zu beraten.

Syrischen Medienberichten zufolge scheint die Führung in Damaskus die Politik Brahimis zu begrüßen. Der Gesandte von Uno und Arabischer Liga verfolge eine „Diplomatie der kleinen Schritte", um „Hindernisse zu überwinden", schrieb die amtliche Tageszeitung „Al-Baas" in einem Leitartikel. Brahimi hatte zuletzt einen Waffenstillstand anlässlich des islamischen Opferfestes Eid al-Adha Ende Oktober vorgeschlagen.

Die Kämpfe in Syrien hielten am Donnerstag unvermindert an. Wie ein AFP-Journalist berichtete, bombardierte die Luftwaffe Stellungen im Norden, um die Aufständischen daran zu hindern, ihren Einfluss auszuweiten. Luftangriffe gab es vor allem auf die von Rebellen kontrollierte Stadt Maaret al-Numan. Die Aufständischen versuchten vergeblich, die Flugzeuge mit Maschinengewehrfeuer zu treffen. Die oppositionelle Freie Syrische Armee (FSA) und Dschihadisten der Al-Nosra-Front griffen die Militärbasis Wadi Daif an, die noch von der Armee kontrolliert wird aber unter Belagerung der Rebellen steht.

In der zentralsyrischen Region von Homs bombardierten die Truppen nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte die Stadt Kusseir, die von der Armee komplett belagert wird. In der Metropole Aleppo gingen die Regierungstruppen gegen die Rebellenhochburgen Schaar und Sukkari vor. Laut der in London ansässigen Beobachtungsstelle, die sich auf ein breites Netz von Ärzten und Aktivisten in Syrien beruft, wurden im Viertel Jarmuk in der Hauptstadt Damaskus neun Leichen gefunden.

Von

afp

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