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03.10.2012

15:16 Uhr

Tag der deutschen Einheit

Lammert mahnt europäische Integration an

Am Einheitstag zeigt sich Bundestagspräsident Norbert Lammert als überzeugter Europäer. Der Kontinent müsse weiter zusammenwachsen. Nur so hätten die einzelnen Länder eine Perspektive.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU, mitte) und Bundespräsident Joachim Gauck beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in München. dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU, mitte) und Bundespräsident Joachim Gauck beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in München.

Bundestagspräsident Norbert Lammert hat eindringlich zur Weiterentwicklung der Europäischen Union aufgerufen. Wenn der Integrationsprozess Europas nicht weiter vorankomme, weil die Staaten der Mut verlasse, "dann hätte Europa seine Zukunft hinter sich", warnte Lammert am Mittwoch in der zentralen Festansprache zum Tag der deutschen Einheit in München. Die "Erfolgsgeschichte" des deutschen Zusammenwachsens und das "zusammen Wachsen" seien eine Botschaft für Europa.

Man dürfe nicht zulassen, dass der Integrationsprozess in der Euro-Krise unter die Räder komme, sagte Lammert. Denn die Folge "wäre die mutlose und zugleich übermütige Wiederherstellung eines Zustandes, den dieser Kontinent mit dem Beginn des Baus der Gemeinschaft hinter sich lassen wollte: Die Rivalität von Nationalstaaten, deren Ehrgeiz größer war als ihre Möglichkeiten." Gebraucht werde ein Europa, dessen Ehrgeiz über den seiner Mitgliedsstaaten hinausreiche und das unerschütterlich für die eigenen Werte eintrete.

Europa sei mehr als Bürokratie, Richtlinien, Verträge und auch mehr als der Euro, sagte der CDU-Politiker. Zum Teil sehe es so aus, als gehe es nur um Geld und die Lösung finanzieller Probleme. Dies werde der Idee der Europäischen Gemeinschaft jedoch nicht gerecht. "Im Kampf um die Solidität der Finanzen darf die Solidarität nicht unter die Räder kommen", sagte Lammert.

Von

rtr

Kommentare (26)

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Rainer_J

03.10.2012, 15:45 Uhr

Aber die Eurozone ist eine perverse Mutation. Wieso sollte Deutschland mit den FPIGS mehr und enger zusammenarbeiten als mit England, Schweiz oder Schweden? Obwohl die zweitgenannten von der Mentalität besser zu Deutschland passen?

Account gelöscht!

03.10.2012, 15:57 Uhr

Merkel und Lammert grinsen so schön. Sie wissen genau, die können den Deutschen auf der Nase tanzen.

Man verachtet sich gegenseitig.

Der ausbeutende Staat macht seine Bürger anhängig von seinen staatlichen Hilfen und hält sie dadurch "gefügig". Gleichzeitig wird Angst geschürt "Rente weg" - "Vermögen weg" damit der EURO und die ausufernde Verschuldung akzeptiert wird.

Der Staat plündert die Leute aus, frisst ihre Steuern für ihre fetten Diäten und Pensionen, beim Volk wird immer weiter gekürzt bis alle in der Unterschicht sind. Die Beamten und Politiker bekommen horrend hohe Gehälter, zahlen keine KV und auch keine RV. Das sind wahre Parasiten. Und als "I-Tüpfel" verschuldet sich der STaat im Namen der Deutschen und übernimmt auch noch die Schulden der Süd-EURO-Staaten. Gordische Schulden Knoten verden geschlungen und eine Money-pipeline Nord->Süd installiert.

Ich sag's ja, der Staat ist das wahre gefrässige Monster. Haben wir nur immer hinterhältig grinsende Verräter verdient ??

gerhard

03.10.2012, 16:03 Uhr

Man dürfe nicht zulassen, dass der Integrationsprozess in der Euro-Krise unter die Räder komme, sagte Lammert
Ja- selbstverständlich – keiner hat die Absicht Europa abzuschaffen. Jedoch das heißt nicht, die EZB in der jetzigen Form darf deshalb nicht abgeschafft werden. Die Eingriffe für die Währungsstabilität sind unbedingt zu revidieren, um das Ziel -die Erhaltung der EU zu gewährleisten. Zurzeit wird die EU nur durch Phantasten „regiert“. Hier müssen die Nationen noch kräftig nachbessern sonst fließt „ die EU wirklich den Bach runter“.

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