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04.06.2012

07:23 Uhr

Talkrunde bei Günther Jauch

„Herr Jauch, da muss ich reingrätschen“

VonChristian Bartels

Bei Günther Jauch tobte der Kampf ums Betreuungsgeld. Wobei die versammelte Jungpolitikerschar erstaunlich sachlich miteinander gestritten hat. Ein aufgeregter Wissenschaftler las dem Nachwuchs allerdings die Leviten.

In der Talkrunde von Moderator Günther Jauch wurde dieses Mal rund um das Thema Betreuungsgeld diskutiert. dpa

In der Talkrunde von Moderator Günther Jauch wurde dieses Mal rund um das Thema Betreuungsgeld diskutiert.

Jeder der Gäste in Günther Jauchs ARD-Sendung zum Thema "Kinderzimmer statt Kita - die Betreuungslüge der Koalition?" hatte mindestens ein Kind, manche auch mehrere. Das stellte der Moderator zu Beginn gleich klar. Dann ging es um familienpolitische Weichenstellungen für 2013: einerseits den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz, andererseits das von der Bundesregierung geplante Betreuungsgeld für solche Eltern, die ihre Kleinkinder lieber zu Hause betreuen. Wer sich mit dem Themenfeld noch nicht intensiv beschäftigt hatte, wurde zumindest über die Haltungen von Unionsparteien und SPD ganz gut informiert.

Das Betreuungsgeld sei "kein Gegen-, sondern ein Ergänzungsmodell" zum Kita-Ausbau, beteuerte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt immer wieder gern. Die "enorme Arbeit" der Erziehung "muss dem Staat auch etwas wert sein", und Eltern müssten "Wahlfreiheit" haben, ob sie ihre Kinder zu Hause betreuen oder in Kitas betreuen lassen. 

Gesetzentwurf: Merkel will Betreuungsgeld zügig einführen

Gesetzentwurf

Betreuungsgeld soll kommen und gehen

Noch vor der Sommerpause soll die Hilfe auf den Weg gebracht werden.

Die SPD-Familienpolitikerin Manuela Schwesig und Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern, brachte ihre Gegenargumente mindestens so höflich ("Da muss ich reingrätschen. Sorry, Herr Jauch") wie der CSU-Mann vor: Das Betreuungsgeld solle Eltern von der Suche nach Kitaplätzen abhalten; und dass Hartz IV-Empfänger die Prämie nicht bekommen sollen, sei eine "Sauerei". 

Zur Seite sprang ihr der Wissenschaftler in Jauchs Talkrunde. Stefan Sell, Direktor des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik der Fachhochschule Koblenz, argumentierte scharf und erregte sich auch mal eruptiv ("Ich bekomm wirklich die Krise!"). Er nannte den Betreuungsgeld-Plan eine "sozialpolitische Schweinerei", kannte negative Erfahrungen aus Schweden, Norwegen und auch Thüringen und skizzierte so plakativ, wie es Talkshows belebt, mögliche Szenarien: Wenn Eltern erst das Betreuungsgeld winkt, könnten gutverdienende Zahnarzt-Ehepaare ukrainische Aupair-Mädchen anheuern. Wenn erst der Kitaplatz-Rechtsanspruch besteht, könnten Kommunen aus Furcht vor Klagewellen zu "Billigstlösungen" greifen, um Kitaplätze anzubieten, daher sei "Kindeswohlgefährdung" zu befürchten. 

Kommentare (37)

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04.06.2012, 08:38 Uhr

Die Lebensaufgabe der Frau besteht NICHT in einer Wirtschaftskarriere, denn Gott hat es anders in der Natur eingerichtet, wie GENESIS, Kapitel 3, zeigt. Der Mann hat die Arbeit für seine Familie zu verrichten.

16 Zur Frau sprach er: Viel Mühsal bereite ich dir, sooft du schwanger wirst. Unter Schmerzen gebierst du Kinder. Du hast Verlangen nach deinem Mann; er aber wird über dich herrschen.
17 Zu Adam sprach er: Weil du auf deine Frau gehört und von dem Baum gegessen hast, von dem zu essen ich dir verboten hatte: So ist verflucht der Ackerboden deinetwegen. Unter Mühsal wirst du von ihm essen alle Tage deines Lebens.

Und auch der Apostel Paulus merkt zum Thema "Frauen in Führungspositionen" in seinem Brief an die Epheser, Kapitel 5, an:

22 Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn (Christus); 23 denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Kirche ist; er hat sie gerettet, denn sie ist sein Leib. 24 Wie aber die Kirche sich Christus unterordnet, sollen sich die Frauen in allem den Männern unterordnen.

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04.06.2012, 08:43 Uhr

Dumm nur, das die ganzen emanzen, sich ein Dreck um die Bibel scheren....

drum ist ihr Beitrag zwar sehr männerfreundlich ansonsten aber eher wenig zeitgemäß

Abschalten

04.06.2012, 08:46 Uhr

„Der Strom aus Atom
Abschalten, abschalten
Im TV die Tagesschau
Abschalten, abschalten
Die Oma im Koma
Abschalten, abschalten
Das Lied, in dem nichts geschieht
Abschalten, abschalten, abschalten, abschalten

Aus Klötzchen bauen wir Türme und dann schmeißen wir sie um
Wir finden es etwas gut, doch wir sind so furchtbar dumm
Wir wischen etwas trocken und dann machen wir es nass
Wir wollen etwas haben und dann fragen wir uns was
wir wollen abschalten, abschalten

Das Kleid, ich bin es leid
Wegpacken, wegpacken
Das Heim ist zu klein
Abfackeln, abfackeln
Die Haut, die man nicht braucht
abzwacken, abzwacken
Die Finger stören schon immer
abhacken, abhacken, abhacken, abhacken

Aus Klötzchen bauen wir Türme und dann schmeißen wir sie um
Wir finden es etwas gut, doch wir sind so furchtbar dumm
Wir wischen etwas trocken und dann machen wir es nass
Wir wollen etwas haben und dann fragen wir uns was
wir wollen abschalten, abschalten

Wenn dich das Licht stört, dann mach es aus
Wenn dich dein Auge stört, dann reiß es raus
Wenn etwas gut ist, dann wird es schlecht
Wenn etwas schön ist, ist es nicht echt
Wenn du allein bist, hast du Recht

Wir wollen abschalten, abschalten, abschalten, abschalten“

(Text/Quelle: Basta)

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