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16.05.2017

12:11 Uhr

„Tang“- Umfrage

Migranten schicken jährlich Milliarden nach Afrika

Afrikanische Migranten schicken jährlich rund 1,2 Milliarden Euro aus Deutschland in ihre Heimatländer. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Bundesnetzwerks „The African Network of Germany“ (TANG).

Eine Vielzahl der afrikanischen Migranten stammen aus Nigeria, Tunesien, Mali, Senegal, Ghana und Niger. dpa

Migration aus Afrika

Eine Vielzahl der afrikanischen Migranten stammen aus Nigeria, Tunesien, Mali, Senegal, Ghana und Niger.

BerlinMigranten mit afrikanischen Wurzeln schicken Schätzungen zufolge jedes Jahr rund 1,2 Milliarden Euro aus Deutschland an ihre Familien in Afrika. Nach einer aktuellen Umfrage des Bundesnetzwerks The African Network of Germany (TANG) senden 90 Prozent jährlich Geld in die alte Heimat. 28 Prozent der Befragten schicken zwischen 5000 und 10.000 Euro.

Bei 19 Prozent der Migranten liegt der Betrag zwischen 1000 und 3000 Euro. Mit dem Geld finanzieren die Verwandten ihren täglichen Bedarf. Einige gründen Mini-Unternehmen. Hier will die Bundesregierung ansetzen, um gemeinsam mit den Migranten Arbeitsplätze in Afrika zu schaffen.

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Noch produziert Afrika fast nichts, was die Welt braucht. Auch um Flüchtlingsströme zu verhindern, will die Bundesregierung dem Kontinent ökonomisch auf die Beine helfen – mit Hilfe der Unternehmen.

„Die Entwicklungsherausforderungen in Afrika sind gewaltig. Die wirtschaftlichen Chancen aber auch. Deswegen setzen wir auf eine stärkere Vernetzung zwischen Entwicklungszusammenarbeit und den in Deutschland lebenden Afrikanern“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Entwicklungsministerium, Thomas Silberhorn, am Dienstag bei einer Konferenz mit Vertretern der afrikanischen Diaspora in Berlin. Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit investiert die Bundesregierung jedes Jahr rund 1,5 Milliarden Euro in Afrika. Damit werden unter anderem berufliche Ausbildungsprogramme und Klimaschutz-Maßnahmen finanziert.

Das Netzwerk TANG hatte 961 Menschen aus 38 Ländern befragt, darunter Migranten aus Nigeria, Tunesien, Mali, Senegal, Ghana und Niger.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Holger Narrog

16.05.2017, 12:34 Uhr

Ich denke, dass die Einwanderer aus Afrika zunächst ihre Reisekosten, die sie bei Verwandten geliehen haben zurückzahlen müssen. Die Einwanderer aus Afrika können sich nicht einfach ein Ticket kaufen und in die hiesige Sozialhilfe einreisen.

Die Merkel`sche Einreiseprozedur sieht vor dass die Einwanderer zunächst lange Strecken in Afrika per Bus, oder LKW zurücklegen müssen und sich dann mit Schlauchbooten aufs Mittelmeer begeben. Dort werden die Überlebenden von den Marinen Europas, oder linker NGO aufgegriffen und nach Europa gebracht. Dies kostet bis zu 10.000 €/Person.

Sinnvoller wäre es wenn die Ersparnisse der Afrikaner in Afrika für Investitionen im Land genutzt würden anstatt Einreisen in die Sozialhilfesysteme Europas zu finanzieren.

Sinnvoller wäre es den staatlicherseits gewünschten Einwanderern Visas zu geben so dass diese für weniger Geld ohne Gefahren nach Europa einreisen können. Im Gegenzug sollte die Mittelmeerroute geschlossen werden.

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