Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.02.2015

16:18 Uhr

Tarife im öffentlichen Dienst

Gewerkschaften sehen Verhandlungen optimistisch

Mehr Geld: Das fordern drei Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst von den Ländern. Konkret geht es um eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent. Die Gewerkschaften zeigten sich nach ersten Verhandlungen optimistisch.

Demonstranten stehen in Berlin vor der Landesvertretung von Baden-Württemberg: Dort beginnt die Tarifrunde für die rund eine Million Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst der Länder. dpa

Demonstration in Berlin

Demonstranten stehen in Berlin vor der Landesvertretung von Baden-Württemberg: Dort beginnt die Tarifrunde für die rund eine Million Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst der Länder.

BerlinNach der ersten Verhandlungsrunde für die knapp drei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst haben sich die Gewerkschaften optimistisch gezeigt, dass zügig eine Einigung gefunden werden kann. „Ich habe den Eindruck, dass es von beiden Seiten das Interesse gibt, die Verhandlungen konstruktiv zu führen“, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske am Montag. Eine rasche Einigung sei Ziel der Gewerkschaften. Allerdings würden die Gespräche durch die Arbeitgeber-Forderungen nach Änderungen bei der betrieblichen Altersversorgung erschwert. Verdi lehne hier jeglichen Eingriff ab.

Die Gewerkschaften fordern ein Lohnplus von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Der Zuwachs soll mindestens 175 Euro pro Monat betragen. Die Gewerkschaften verlangen von den Ländern auch eine Erhöhung der Vergütung für Auszubildende und Praktikanten um 100 Euro im Monat. Außerdem soll Azubis nach erfolgreicher Ausbildung die Einstellung garantiert werden.

Auch die Arbeitgeber sprachen ebenso wie der Beamtenbund von guten und konstruktiven Gesprächen. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) lehnte die Forderungen aber erneut ab, da damit nach ihren Berechnungen Kosten von 6,5 Milliarden Euro verbunden wären.

TdL-Chef Jens Bullerjahn verwies auf die angespannte Haushaltslage vieler Bundesländer. Bsirske betonte dagegen, gute Leute müssten auch gutes Geld erwarten können. Die Beschäftigten seien bereit, hierfür Flagge zu zeigen.

Der Tarifvertrag lief nach 24 Monaten zum Jahresende aus. Die zweite Verhandlungsrunde soll am 26. und 27. Februar in Potsdam stattfinden. Verdi vertritt die rund 800.000 Tarifbeschäftigten. Die Gewerkschaften verlangen, dass der Tarifabschluss inhaltsgleich auf die 1,2 Millionen Beamten und die rund 700.000 Pensionäre übertragen wird. Hinzu kommen weitere Beschäftigte, deren Gehalt sich daran orientiert.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Niccolo Machiavelli

16.02.2015, 20:20 Uhr

Schon wieder eine Lohnerhöhung? Wir hatten doch erst kürzlich eine, und das nicht zu knapp.

Können die Gewerkschaften denn nicht wenigstens einmal 5 Jahre Ruhe geben?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×