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27.12.2013

08:32 Uhr

Tarifeinheit

Arbeitgeber-Chef pocht auf Tarif-Einheit

Ein Unternehmen – ein Tarifvertrag, so wünscht es sich Arbeitgeber-Chef Kramer. Er fordert eine schnelle Umsetzung des Gesetz gegen die Zersplitterung der Tariflandschaft. Dabei bekommt er ungewohnte Unterstützung.

Der neue Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer beim Deutschen Arbeitgebertag 2013: Er fordert die Bundesregierung auf gegen die Zersplitterung der Tariflandschaft zu arbeiten. dpa

Der neue Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer beim Deutschen Arbeitgebertag 2013: Er fordert die Bundesregierung auf gegen die Zersplitterung der Tariflandschaft zu arbeiten.

BerlinArbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat Union und SPD aufgefordert, das geplante Gesetz gegen die Zersplitterung der Tariflandschaft rasch umzusetzen. „Die Tarifeinheit sichert mit der Friedenspflicht unsere Tarifautonomie und die Akzeptanz des Tarifvertragssystems“, sagte Kramer der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. „Gerade um Tarifverträge attraktiv zu halten, brauchen wir die Tarifeinheit.“

Es geht dabei um den Grundsatz: Ein Unternehmen - ein Tarifvertrag. Dies richtet sich gegen Spartengewerkschaften wie die der Klinikärzte, Lokführer oder Fluglotsen. Diese sind auch den DGB-Gewerkschaften ein Dorn im Auge. Im DGB gibt es aber auch Vorbehalte gegen die geplante Regelung.

Die Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts, Ingrid Schmidt, forderte die schwarz-rote Koalition auf, bei der angestrebten Rückkehr zur Tarifeinheit auch das Streikrecht anzupacken. „Ohne gesetzliche Regelungen des Arbeitskampfs sind einheitliche Tarifvereinbarungen für alle Beschäftigten eines Betriebs nicht machbar“, sagte Schmidt der Nachrichtenagentur dpa in Erfurt.

Die Spielregeln im Arbeitskampf werden seit Jahrzehnten von den Gerichten bestimmt. „Die Arbeitsgerichtsbarkeit ist nicht freiwillig in die Rolle des Ersatzgesetzgebers geschlüpft, sondern nur deshalb, weil es Konflikte, aber keine gesetzlichen Regelungen für Arbeitskämpfe gibt“, sagte Schmidt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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27.12.2013, 08:51 Uhr

Ist schon eine interessante Geschichte.
Amazon kündigt mal eben zu Weihnachten, stellt aber nächstes Jahr wieder ein, wie in den 50er Jahren. Das heutige Arbeitsrecht haben Gewerkschaften erkämpft, und das waren Arbeitnehmer. Lohnfortzahlung, Arbeitslosenversicherung und noch einige andere Rechte.
Inzwischen ist das moderne Sklavensystem mit "Werkverträgen und Leiharbeiter" (als ob man die ganz persönliche Arbeitskraft verleihen könnte) so ausgereift das der ARBEITGEBER-Vertreter ein bestimmtes Tarifsystem fordert.
Man oh man, Deutschland wo sind deine Arbeitnehmer gelandet? Kein Wunder das viele immer ärmer werden und einige sich die Taschen vollstopfen können.
Die neuen "Trümmerfrauen" der Moderne.

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