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18.05.2012

15:11 Uhr

Tarifgespräche

Erstes Fortschritte bei den Metallern

Die Tarifgespräche in der Metall- und Elektroindustrie gehen in Baden-Württemberg in die nächste Runde. Und es hat Fortschritte bei drei Knackpunkten gegeben.

Warnstreik der IG Metall in Kassel. dpa

Warnstreik der IG Metall in Kassel.

SindelfingenIn dem festgefahrenen Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie sieht die Gewerkschaft erstmals Fortschritte bei einem der drei Knackpunkte. Zur Fortsetzung der entscheidenden fünften Verhandlungsrunde am Freitag im möglichen Pilotbezirk Baden-Württemberg sprach IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann von einer Annäherung beim Ziel, für alle fertig ausgebildeten Lehrlinge die generell unbefristete Übernahme durchzusetzen.

Gleichzeitig betonte Hofmann, dass die Positionen bei der zweiten Forderung rund um die Regelung der umstrittenen Leiharbeit „noch meilenweit auseinander“ lägen. Auch das dritte Ziel nach 6,5 Prozent mehr Geld berge noch viel Konfliktstoff. Sollten sich die beiden Tarifparteien bei ihren Beratungen nicht merklich annähern, droht in der Schlüsselbranche der erste groß angelegte Arbeitskampf seit zehn Jahren. Bisher führt die Gewerkschaft nur Warnstreiks. In der Branche arbeiten bundesweit rund 3,6 Millionen Beschäftigte.

Der Südwestmetall-Verhandlungsführer Rainer Dulger sprach von einer Annäherung in wesentlichen Zielen. „Auch wir Arbeitgeber sind dafür, dass so viel wie möglich Ausgebildete übernommen werden.“ Bei der Leiharbeit bestehe ebenfalls Einigkeit, dass es eine faire Entlohnung geben müsse. „Das darf aber nicht zu Lasten der Flexibilität in den Betrieben gehen“, betonte Dulger.

Trotz der Fortschritte dämpfte Hofmann die Erwartungen: „Wir sind in einigen Punkten etwas nähergekommen. Das teile ich. Gerade bei der Frage der unbefristeten Übernahme.“ Die Leiharbeit bleibe aber ein heftig umstrittenes Thema. „Das wird auch jetzt der zentrale Punkt sein, wo wir weiter darauf beharren, dass diese Fragen geklärt sind, bevor wir dann bei der auch noch offenen und mit viel Konflikt verbundenen Entgeltfrage in Gespräche kommen.“

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