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22.05.2015

07:21 Uhr

Tarifstreit bei der Deutschen Bahn

EVG schließt Warnstreiks vorerst aus

Die Lokführer streiken vorerst nicht – und auch die Gewerkschaft EVG will weiter mit der Bahn verhandeln. Die Tarifgespräche sind zwar noch nicht am Ziel, doch am Mittwoch könnte die Einigung gelingen.

Die stellvertretende Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert ein besseres Angebot. dpa

Regina Rusch-Ziemba

Die stellvertretende Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert ein besseres Angebot.

BerlinDie Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat Warnstreiks bei der Bahn für die nächsten Tage ausgeschlossen. Beide Seiten wollten am Mittwoch nächster Woche eine Lösung in dem Tarifkonflikt erreichen, sagte die EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba am Freitag in Berlin. „Wenn wir dort nicht erfolgreich sind, gibt es immer noch die Möglichkeit, Warnstreiks zu machen.“ Sie sei aber zuversichtlich, dass es am Mittwoch zu einer Einigung komme.

„Wir sind eigentlich kurz vor dem Ziel“, sagte Rusch-Ziemba nach einer nächtlichen Verhandlungsrunde mit der Bahn. Man habe sich vertagt, weil der Arbeitgeber noch einmal die Möglichkeit brauche, sich im Vorstand abzustimmen. „Die Bahn hat sich bewegt“, sagte die Gewerkschafterin.

Sie verlangte aber ein etwas höheres Angebot beim Entgelt und eine kürzere Laufzeit des Tarifvertrags. Laut EVG hat die Bahn Erhöhungen von 3,4 Prozent und von 1,5 Prozent verteilt auf 28 Monate angeboten, verbunden mit einem Mindestbetrag von monatlich 65 Euro in einem ersten Schritt sowie 35 Euro in einem zweiten Schritt.

Von

dpa

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