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19.02.2013

15:40 Uhr

Tarifstreit im öffentlichen Dienst

Tausende Beschäftigte streiken

Die bundesweiten Warnstreiks im öffentlichen Dienst erfassen immer mehr Bundesländer. Am Dienstag traten etwa 2000 Landesbeschäftigte in den Ausstand. In den nächsten Tagen sollen die Protestaktionen ausgedehnt werden.

Angestellte Lehrer streiken nach einem Aufruf der Gewerkschaft GEW. dpa

Angestellte Lehrer streiken nach einem Aufruf der Gewerkschaft GEW.

BerlinEtwa 2000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben am Dienstag in mehreren Bundesländern ihre Arbeit niedergelegt. In mehreren Städten demonstrierten sie für mehr Geld und gegen befristete Verträge. Die Mitarbeiter von Landeseinrichtungen und Schulen streikten zum Teil ganztägig in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern.

Betroffen waren unter anderem Universitäten, Straßenmeistereien, Theater und Gerichte. In Baden-Württemberg legten rund 100 Beschäftigte des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) die Arbeit nieder. „Prüfungen, Vorlesungen und Seminare konnten aber wie gewohnt abgehalten werden“, sagte eine KIT-Sprecherin. In Schleswig-Holstein setzten in Neumünster etwa 50 Mitarbeiter des Landeslabors kurzzeitig die Arbeit aus.

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Die Gewerkschaften gehen in die Vollen und fordern bis 6,6 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten.

Am Mittwoch und Donnerstag sollen die bundesweiten Streiks ausgeweitet werden. Unter anderem sind Aktionen im Saarland und Nordrhein-Westfalen geplant, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Außerdem gehen die Proteste in Bayern und Baden-Württemberg weiter. Zu einer Kundgebung mit Verdi-Bundeschef Frank Bsirske in Saarbrücken werden 1200 Teilnehmer erwartet. Zum Auftakt der bundesweiten Warnstreik-Welle waren am Montag in Berlin rund 5000 angestellte Lehrer und Erzieher für mehr Geld auf die Straße gegangen.

Hintergrund der Warnstreiks ist die Weigerung der Arbeitgeber, in der aktuellen Tarifrunde für die etwa 800.000 Angestellten im öffentlichen Dienst der Länder ein Angebot vorzulegen. Die Gewerkschaften verlangen für die Beschäftigten unter anderem 6,5 Prozent mehr Geld. Die Streikaktionen sollen Druck auf die Länder machen für die nächsten Gespräche am 7. und 8. März in Potsdam.

Von

dpa

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