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03.07.2014

12:44 Uhr

Tarifumbau

LKW-Maut wird günstiger

Die LKW-Maut soll unbürokratischer werden und wird zum 1. Januar 2015 umgebaut. Dann kostet ein Kilometer auf der Bundesstraße genau so viel wie auf der Autobahn. Allerdings sollen weitere 1000 Kilometer hinzukommen.

Nach Genehmigung durch die EU-Kommission: Für Autobahnen und Bundesstraßen kommt ein einheitlicher Tarif. dpa

Nach Genehmigung durch die EU-Kommission: Für Autobahnen und Bundesstraßen kommt ein einheitlicher Tarif.

BerlinDie Lkw-Maut in Deutschland wird umgebaut. Die nach Schadstoffausstoß gestaffelten Mautsätze sollen zum 1. Januar 2015 überwiegend gesenkt werden, wie das Bundesverkehrsministerium am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Zudem kommen für Autobahnen und Bundesstraßen nach grünem Licht der EU-Kommission einheitliche Tarife. Ressortchef Alexander Dobrindt (CSU) sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstag), dies vermeide unnötige Bürokratie. In die Nutzungsgebühren für Lkws einberechnet werden künftig auch Luftverschmutzungskosten. Das Bundeskabinett soll sich im Sommer mit den Plänen befassen, die noch in diesem Jahr in Kraft treten sollen.

Finanzministerium: Pkw-Maut lässt auf sich warten

Finanzministerium

Pkw-Maut lässt auf sich warten

Die Pkw-Maut wird wohl nicht so schnell kommen, wie es von manchen gewünscht wird. In der Bundesregierung wird darüber wohl noch eine Weile beraten, wie aus dem Bundesfinanzministerium zu hören ist.

Hintergrund der Änderungen ist ein Gutachten, das Erhaltungskosten der Verkehrswege und die Abnutzung durch Lkws aktuell berechnet hat. Demnach könnten für Bundesstraßen höhere Sätze kassiert werden als für Autobahnen. Eine solche Trennung soll aber nicht kommen, wie Dobrindt sagte: „Wir wollen einen gemittelten, durchschnittlichen Mautsatz einführen.“ Künftig soll es zudem sechs statt bisher vier Mautkategorien geben, darunter eine für besonders schadstoffarme Lkw der Euro-6-Norm. Vorerst noch nicht mitberechnet werden Lärmkosten. Hierfür sollen erst noch neue Grundlagendaten eingeholt werden.

Neben den neuen Sätzen soll die Maut wie angekündigt ausgedehnt werden - ab Juli 2015 auf weitere 1000 Kilometer Bundesstraßen und ab Oktober 2015 auch auf Lkw ab 7,5 Tonnen statt wie bisher ab 12 Tonnen. Damit reagiert der Bund auch darauf, dass die Mautsätze gemäß dem Gutachten insgesamt gesenkt werden müssen. Dies geht darauf zurück, dass der Bund bei den Fernstraßen inzwischen deutlich niedrigere Zinskosten auf sein gebundenes Kapital tragen muss.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Fred Meisenkaiser

03.07.2014, 13:41 Uhr

Lobbyarbeit für die Transportunternehmen zuLasten der Bürger:

Hierzu fällt mir nur noch das Vierte Potenzgesetz ein:

Fahrzeug A: 2 Achsen, Belastung je Achse: 1 t
Fahrzeug B: 3 Achsen, Belastung je Achse: 10 t

Ein Achsübergang des Fahrzeuges B beansprucht die Straße genauso wie 10^4=10.000 Achsübergänge von Fahrzeug A. Insgesamt beansprucht Fahrzeug B die Straße 3/2*10.000=15.000 mal so stark wie Fahrzeug A. Das bedeutet, dass Fahrzeug A erst nach 15.000 Überfahrten so viel Schaden anrichtet wie Fahrzeug B.

Daraus lässt sich ableiten, dass ein Großteil der Schäden in den Straßen durch den Schwerlastverkehr hervorgerufen wird und PKW nur einen sehr geringen Teil dazu beitragen.

Account gelöscht!

03.07.2014, 14:08 Uhr

@ Fred Meisenkaiser,
es sind weniger Schwerlaster als "normale" LKW´s unterwegs (von PKW`s ganz zu schweigen). Die Masse bringt aber das Geld herein. Folglich ist ihre Berechnung nur als hinderlich zu werten, mag sie noch so richtig sein. Politische Logik ist halt gefragt und die hat mit richtiger Mathematik nichts gemein.

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