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09.03.2006

12:30 Uhr

Tarifverhandlungen gescheitert

Klinikärzte könnten unbefristet streiken

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat die Tarifverhandlungen für die Ärzte an Universitätskliniken für gescheitert erklärt. Nun soll eine Urabstimmung eingeleitet werden, um unbefristete Streiks vorzubereiten.

HB BERLIN. Die Urabstimmung sei für den kommenden Montag und Dienstag in den Universitätskliniken und Landeskrankenhäusern geplant, die zur Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) gehören. Bereits vor einer Woche waren bundesweit etwa 7500 Klinikärzte in den Warnstreik getreten. Die Arbeitgeber hatten die Forderungen der Ärztevertretung als „völlig überzogen“ zurückgewiesen.

Der Marburger Bund dringt in dem seit Monaten andauernden Konflikt auf 30 Prozent höhere Einkommen und bessere Arbeitsbedingungen für die rund 22 000 Ärzte an Unikliniken und Landeskrankenhäusern.

Die Gewerkschaft warf den Arbeitgebern „dogmatische Unflexibilität“ vor, die die seit Oktober laufenden Tarifgespräche in die Sackgasse geführt hätten. „Die Arbeitgeber spielen mit dem Feuer, wenn sie glauben, die Forderung der Universitätsärzte nach einem arztspezifischen Tarifvertrag nicht ernst nehmen zu müssen“, erklärte MB-Chef Frank Ulrich Montgomery.

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