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30.05.2015

16:28 Uhr

Tarifverhandlungen mit kommunalen Kitas

Bsirske stellt Ende des Kitastreiks in Aussicht

Gewerkschaftschef Bsirske schürt Hoffnungen auf ein nahendes Streikende der Kitas: Im Interview spricht er von einem möglichen Ende des Arbeitskampfes am Donnerstag – allerdings stellt er eine Bedingung.

„Solange kein annehmbares Ergebnis der Verhandlungen vorliegt, streiken wir weiter.“ dpa

Frank Bsirske

„Solange kein annehmbares Ergebnis der Verhandlungen vorliegt, streiken wir weiter.“

BerlinVerdi-Chef Frank Bsirske hat ein Ende der Streiks an kommunalen Kitas für den kommenden Donnerstag in Aussicht gestellt. „Ich kann Ihnen Hoffnung machen, dass der Streik in der kommenden Woche beendet wird", sagte Bsirske der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Voraussetzung sei allerdings ein Erfolg der ab Montag geplanten neuen Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern. „Solange kein annehmbares Ergebnis der Verhandlungen vorliegt, streiken wir weiter.“

Zu bislang vorliegenden Angeboten der Arbeitgeberseite sagte Bsirske, diese seien „nur die Wiederholung des Standes, der uns in der fünften Verhandlungsrunde auch schon vorgelegt wurde“. Sofern aber bis Mittwoch eine Einigung gelinge, werde Verdi darüber am Donnerstag abstimmen lassen. Dann könnten die Streiks enden.

Bsirske kritisierte das Verhalten der Kommunen gegenüber den betroffenen Eltern. „Die Kommunen kassieren derzeit von den Eltern Beiträge für Leistungen, die sie gar nicht erbringen, und sparen gleichzeitig Personalkosten, weil die Gewerkschaft diese über die Streikunterstützung übernimmt“, sagte der Verdi-Chef. Auch warf er den Kommunen vor, den Streik aussitzen zu wollen in der Hoffnung, „dass sich am Ende der Unmut der Eltern gegen die Beschäftigten richtet“.

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Unbefristete Streiks in den kommunalen Kitas hatten vor drei Wochen begonnen. Die Gewerkschaften verlangen für die 240.000 Beschäftigten des kommunalen Sozial- und Erziehungsdienstes neue Eingruppierungsregeln und Tätigkeitsmerkmale, was letztlich zu zehn Prozent mehr Gehalt führen würde.

Von

afp

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