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15.02.2013

07:38 Uhr

Tarifverhandlungen

Verdi kündigt Warnstreiks im öffentlichen Dienst an

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die Angestellten der Länder ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Gewerkschaft Verdi kündigte Warnstreiks für die kommenden drei Wochen an. Berlin macht am Montag den Anfang.

Verdi-Chef Frank Bsirske (rechts), ihm gegenüber sitzen als Verhandlungsführer (l-r) Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD), Sachsens Finanzminister Georg Unland (CDU) und die Bremer Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne). dpa

Verdi-Chef Frank Bsirske (rechts), ihm gegenüber sitzen als Verhandlungsführer (l-r) Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD), Sachsens Finanzminister Georg Unland (CDU) und die Bremer Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne).

PotsdamNach der Vertagung der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Bundesländer sind von Montag an Warnstreiks geplant. In Berlin sollen vor allem Schulen betroffen sein, wie der Landesverband der Gewerkschaft Erziehung Wissenschaft (GEW) mitteilte. Die GEW nimmt in den Tarifverhandlungen eine Sonderrolle ein. Denn neben der Auseinandersetzung um 6,5 Prozent mehr Geld für die etwa 800.000 Angestellten der Länder will sie für die Lehrer einen bundesweiten Tarifvertrag durchsetzen. Dabei geht es vor allem um die unterschiedliche Eingruppierung je nach Bundesland.

Die Lehrergewerkschaft GEW sagte, Warnstreiks seien hier bereits ab Montag möglich. Möglich wären aber auch Arbeitsniederlegungen von Straßenwärtern, Verwaltungsangestellten oder Mitarbeitern an Universitätskliniken. Dann müssen die Bürger mit Unterrichtsausfall an Schulen oder Einschränkungen beim Winterdienst auf den Straßen rechnen.

Die Gewerkschaft hatte die Warnstreiks nach einer ergebnislosen zweiten Runde der Tarifverhandlungen für Angestellten der Länder am Donnerstag in Potsdam angekündigt. „Ich erwarte Warnstreiks der Beschäftigten“, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske. Welche Größenordnung die Aktionen haben und welche Regionen und Bereiche betroffen sein könnten, blieb zunächst unklar.

Die Arbeitgeberseite hatte in der zweiten Runde erneut kein Angebot vorgelegt. Die Gespräche wurden ohne Ergebnis unterbrochen. Die Streikaktionen sollen nun Druck auf die Länder machen für die nächsten Gespräche, die am 7. und 8. März in Potsdam anstehen. Die Gewerkschaften verlangen für die Beschäftigten unter anderem 6,5 Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber halten das für überzogen.

Von

dpa

Kommentare (7)

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Curley

14.02.2013, 17:05 Uhr

Bullerjahn, Sachsen-Anhalts Finanzminister war maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Einkommen (Grundfreibetrag) für die Parlamentarier in Sachsen-Anhalt im letzten Sommer um SAGE UND SCHREIBE 18,1 PROZENT erhöht wurden. 18,1 PROZENT bei dem hohen Gehalt, das macht dort ein paar hundert Euro aus. Für Polizisten, Lehrer und Krnakenschwestern ist kein Geld da ???? Das würde den haushalt zu sehr belasten. Aber sich selbst das Einkommen um 18, 1 Prozent erhöhen. Ich kann solche Politiker nur als Schw.... bezeichnen. Ein heuchelnder, verlogener Abschaum.

Rechner

14.02.2013, 21:29 Uhr

Empfehle den Arbeitgebern Warnaussperrungen.

(...)

Das könnte die öffentlichen Haushalte erheblich entlasten.

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Organspender

14.02.2013, 22:19 Uhr

Also ich breche mal eine Lanze,

Mehr Geld muß her!!! Für Feuerwehrmänner wie für Beschäftigte in den Krankenhäusern muß eine Gehaltserhöhung kommen.

Der öffentliche Dienst ist abgekoppelt worden und er dient seit Jahren als Melkkuh für die Sanierung der Haushalte. Es kann nicht sein, das die Wirtschaft sich die Taschen voll machen und ein leitender Beamter bei einer Wehr wie das einfache Fußvolk nichts bekommt und die Leute mit A7 - A8 nach 40 Jahren Dienst in den Ruhestand gehen, diese Leute halten jeden Tag den Arsch hin!!!

Die politiker erhöhen sich die Diäten noch und nöcher, es werden Bauten wie S21 oder der Landeplatz in Berlin verbraten ohne das jemand zu rechenschaft gezogen wird und das einfache Volk im Staatsdienst ist der Sündenbock...

SO NICHT

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