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07.10.2016

02:05 Uhr

Technischer Defekt

Tornado-Einsatz gegen IS vorerst ausgesetzt

Nach vier Monaten Besuchsverbot durften Bundestagsabgeordnete am Mittwoch erstmals zu den deutschen Soldaten nach Incirlik reisen. Nur einen Tag später wird der deutsche Tornado-Einsatz dort ausgesetzt.

Ein Tornado spiegelt sich in einer Pfütze in Incirlik: Wegen eines technischen Defekts müssen die Aufklärungsmaschinen vorerst am Boden bleiben. dpa

Tornado in Incirlik

Ein Tornado spiegelt sich in einer Pfütze in Incirlik: Wegen eines technischen Defekts müssen die Aufklärungsmaschinen vorerst am Boden bleiben.

BerlinDie Tornado der Bundeswehr, die im Einsatz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat eingesetzt werden, müssen wegen eines technischen Defekts vorerst am Boden bleiben. Wie die Bundeswehr am Donnerstagabend mitteilte, stehen alle sechs Aufklärungsflugzeuge auf der türkischen Nato-Luftwaffenbasis Incirlik still.

Am Mittwoch sei von der Industrie ein technischer Mangel an einem Bauteil in Deutschland festgestellt worden. „Um jedwede Gefährdung für Personen und Material auszuschließen“, sei der Flugbetrieb dieser Maschinen am Donnerstag ausgesetzt worden, teilte die Luftwaffe mit. Zuvor hatte der verteidigungspolitische Blog „Augen geradeaus!“ darüber berichtet.

Soldaten in der Türkei: Nach dem Incirlik-Besuch sind viele Fragen offen

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Bundestagsabgeordnete haben am Mittwoch die deutschen Soldaten im türkischen Incirlik besucht: Zwar sei durch den Besuch das Eis gebrochen worden – befriedigende Antworten auf drängende Fragen gab es aber nicht.

Erst am Mittwoch hatten erstmals wieder Abgeordnete des Bundestags die deutschen Soldaten auf der türkischen Luftwaffenbasis Incirlik getroffen. Die Regierung in Ankara hatte den Abgeordneten den Zugang zum Stützpunkt wegen der Armenier-Resolution des Bundestags monatelang untersagt.

Die Bundeswehr unterstützt von der Nato-Basis aus die Luftangriffe der Militärallianz im Kampf gegen den IS. Sie setzt dabei neben den sechs Tornado-Aufklärungsflugzeuge in der modernsten Version ASST A3 auch ein Tankflugzeug ein. Das Tankflugzeug ist nach Angaben der Bundeswehr nicht von dem Defekt betroffen und weiterhin im Einsatz.

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Die Bundeswehr soll ihren Einsatz zur Unterstützung der Anti-IS-Koalition vom türkischen Stützpunkt Incirlik aus fortzusetzen. Laut Medien wird ein Investitionsbudget von insgesamt 58 Millionen Euro freigegeben.

Bereits Anfang des Jahres hatte es Probleme bei dem Tornado-Einsatz in Incirlik gegeben: Damals blendete die Cockpitbeleuchtung der sechs Aufklärungsflugzeuge so stark, dass ein Einsatz nur tagsüber möglich war. Das Problem war durch ein Software-Update entstanden.

Von

dpa

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