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02.04.2014

10:54 Uhr

„Teilnahme am Leben“ ermöglichen

Grüne fordern Girokonto für Flüchtlinge

VonDietmar Neuerer

ExklusivMenschen ohne endgültige Aufenthaltserlaubnis können in Deutschland kein Konto eröffnen. Banken verweisen auf die geltende Rechtslage und lehnen Anträge von Flüchtlingen stets ab. Die Grünen wollen das nun ändern.

Kontoauszüge: „Die Folgen eines Lebens ohne Konto sind dramatisch“, sagen die Grünen. dpa

Kontoauszüge: „Die Folgen eines Lebens ohne Konto sind dramatisch“, sagen die Grünen.

BerlinDie Grünen wollen jedem Flüchtling ermöglichen, ein Girokonto zu eröffnen. „Die Folgen eines Lebens ohne Konto sind dramatisch, denn für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ist die Existenz eines Kontos notwendig“, begründete die flüchtlingspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Luise Amtsberg, im Gespräch mit Handelsblatt Online den Vorstoß ihrer Fraktion für einen Entschließungsantrag.

Ohne Konto werde auch die Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses erschwert. Gehälter und staatliche Sozialleistungen würden in aller Regel durch Überweisung auf ein Konto ausbezahlt. „Für Barauszahlungen von staatlichen Leistungen müssen in der Regel Gebühren bezahlt werden, wodurch ein finanzieller Nachteil entsteht“, sagte Amtsberg.

Hintergrund ist, dass nach dem Geldwäschegesetz (GWG) ausländische Staatsangehörige, die lediglich eine Duldung haben, kein Konto eröffnen können. Denn die wenigsten der Geduldeten können ihre Identität durch gültigen amtlichen Ausweis mit Lichtbild belegen, wie das laut GWG vorgeschrieben ist.

Die grössten Fehler der Anleger

Risikotoleranz

Die Neigung, Risiken einzugehen, ist mit zwei demografischen Faktoren verbunden: Geschlecht und Alter. Frauen sind normalerweise vorsichtiger als Männer und ältere Menschen sind weniger bereit, Risiken einzugehen, als jüngere Leute. Die Konsequenzen der Verhaltensökonomik für Anleger sind klar: Wie wir uns bei der Geldanlage entscheiden und wie wir uns bei der Verwaltung unserer Anlage entscheiden, hängt sehr davon ab, wie wir über Geld denken. [...] Sie demonstriert, dass Marktwerte nicht ausschließlich von den gesammelten Informationen bestimmt werden, sondern auch davon, wie menschliche Wesen diese Informationen verarbeiten.

Übertriebene Zuversicht

An sich ist Zuversicht ja keine schlechte Sache. Aber übertriebene Zuversicht ist etwas ganz anderes, und sie kann besonders im Umgang mit unseren Finanzangelegenheiten Schaden anrichten. Übertrieben zuversichtliche Anleger treffen nicht nur für sich selbst dumme Entscheidungen, sondern diese wirken sich auch sehr stark auf den Mark als Ganzes aus.

Kurzfristiges Denken

Menschen [legen] zu viel Wert auf wenige mehr oder wenige zufällige Ereignisse [...] und meinen, sie würden darin einen Trend erkennen. Insbesondere sind Anleger tendenziell auf die neuesten Informationen fixiert, die sie bekommen haben, und ziehen daraus Schlüsse. So wird der letzte Ergebnisbericht in ihrem Denken zum Signal für künftige Gewinne. Und da sie meinen, sie würden etwas sehen, das andere nicht sehen, treffen sie dann aufgrund oberflächlicher Überlegungen schnelle Entscheidungen.

Verlustaversion

Der Schmerz durch einen Verlust [ist] viel größer als die Freude über einen Gewinn. Bei einer 50:50-Wette, bei der die Chancen exakt gleich sind, riskieren die meisten Menschen nur dann etwas, wenn der potenzielle Gewinn doppelt so groß ist wie der potenzielle Verlust. Das nennt man asymmetrische Verlustaversion. [...] Auf den Aktienmarkt bezogen bedeutet dies, dass sich die Menschen beim Verlust von Geld doppelt so schlecht fühlen, wie sie sich gut fühlen, wenn sie einen Gewinn erzielen. Diese Abneigung gegen Verluste macht Anleger übertrieben vorsichtig, und das hat einen hohen Preis. [...] Wir wollen alle glauben, wir hätten gute Entscheidungen getroffen, und deshalb hängen wir zu lange an schlechten Entscheidungen, in der vagen Hoffnung, die Dinge werden sich noch wenden.

Verdrängen

Wir neigen dazu, das Geld geistig auf verschiedene Konten zu buchen, und dies bestimmt, wie wir es verwenden. [...] Zudem wurde die geistige Buchhaltung als Grund angeführt, weshalb Menschen schlecht laufende Aktien nicht verkaufen: In ihren Augen wird der Verlust erst real, wenn sie ihn realisieren.

Quelle: Robert G. Hagstrom, Warren Buffett. Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie., Börsenbuchverlag 2011.

Der Entschließungsantrag der Grünen zielt darauf ab, das GWG so zu ändern, dass auch so genannte Duldungsbescheinigungen „geeignete Dokumente zur Überprüfung der Identität“ sind. Der Grünen-Innenexperte Volker Beck sagte, die derzeitige Regelung schaffe „gravierende alltägliche Nachteile für Flüchtlinge, die nicht sein müssten“. Amtsberg ergänzte, der Grünen-Antrag strebe „eine einfache Lösung für ein Problem an, dass wir dringend beheben sollten“.

Kommentare (12)

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02.04.2014, 11:29 Uhr

Diese Multikulti und Deutschland Hasser Grünen nun mal wieder!
Denen ist der Asylant und Betrüger näher als die eigene Gesellschaft/Volk.
Diese Grüne Ideologie braucht Kein Mensch mehr in Deutschland und Europa.

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02.04.2014, 11:52 Uhr

Ich bekam in den letzten Wochen von meinen Banken Aufforderungen wegen verschärfter Bestimmungen per PostIdent meine Identität für schon viele Jahre bestehende Konten nachzuweisen.

Schön dass die GrünInnen jetzt jedem Ausländer zum ungeprüften Konto verhelfen wollen. Natürlich nicht bei den kommunalen Sparkassen. Sondern dort wo der Bestandskunde zukünftig für den grünen Import über Gebührenerhöhungen bezahlen muss.

Account gelöscht!

02.04.2014, 12:05 Uhr

Mal nachlesen:
Schüßlburnger: "Roter, brauner, grüner Sozialismus".
Auf geht's. Lasst Euch nicht weiter verarschen!

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