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23.08.2014

12:03 Uhr

Terroistenmiliz

Bundestag berät ab September über Waffenlieferungen

Ab dem 1. September berät der Bundestag über Waffenlieferungen an den Irak. Beim Kampf gegen die IS sollen Kurden mit Waffen aus Deutschland unterstützt werden. Die Entscheidung darüber liegt bei der Bundesregierung.

Der Plenarsaal im Reichstagsgebäudein Berlin während der Sitzung des Bundestages. dpa

Der Plenarsaal im Reichstagsgebäudein Berlin während der Sitzung des Bundestages.

BerlinDer Bundestag berät am 1. September über die geplanten Waffenlieferungen an die Kurden im Nordirak. Darauf hätten sich die Spitzen der Koalitionsfraktionen geeinigt, erklärte die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, Christine Lambrecht, am Samstag. Die Sondersitzung war bereits Anfang September erwartet worden.

Beim Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat sollen die Kurden auch mit Waffen aus Deutschland unterstützt werden. Die Entscheidung darüber liegt bei der Bundesregierung. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich für eine Regierungserklärung im Parlament offen gezeigt. Kritik an dem Vorhaben kommt vor allem aus der Opposition.

Die Terrorgruppe Islamischer Staat

Ziel

Die Organisation Islamischer Staat (IS), früher Islamischer Staat im Irak und in Syrien (Isis) genannt, gehört zu den radikalsten islamistischen Gruppen im Nahen Osten. Sie kämpft für einen sunnitischen Gottesstaat im arabischen Raum.

Ursprung

Der IS ging aus dem irakischen Widerstand der 2003 gegründeten Gruppe „Tawhid und Dschihad“ hervor, die sich gegen die US-Invasion im Irak wandte. Erster Anführer war der für seine Grausamkeit berüchtigte Jordanier Abu Mussab al-Sarkawi. Seit 2013 leitet der Iraker Abu Bakr al-Baghdadi den IS.

Aktivitäten

Die Gruppe griff Im Irak nicht nur US-Soldaten an, sondern verübte auch Selbstmordanschläge auf Schiiten und Christen im Land. Al-Sarkawi wurde 2006 von der US-Armee getötet. Seither führen Iraker die Organisation. Deren zweiter früherer Name „Islamischer Staat im Irak und der Levante“ verdeutlicht den Anspruch, einen sunnitischen Großstaat zwischen Mittelmeer und Euphrat zu errichten.

Entwicklung

An Macht gewann der IS, als sie sich im Frühjahr 2013 in den syrischen Bürgerkrieg einmischte. Dort überwarf sie sich mit der aus syrischen Salafisten bestehenden Al-Nusra-Front, obwohl beide Gruppen damals dem Terrornetzwerk al-Qaida nahestanden.

Standorte

Vor allem im Nordosten Syriens greift der IS syrisch-kurdische Städte an und massakriert die Zivilbevölkerung. Im Irak profitiert die Miliz vom Streit der von Schiiten dominierten irakischen Regierung mit den sunnitischen Parteien des Landes. Am 29. Juni rief der IS das Kalifat in den von im kontrollierten Gebieten aus – mit al-Baghdadi als Kalif.

Finanzierung

Der IS finanzierte sich anfangs vor allem durch Spenden aus den Golfstaaten Katar und Saudi-Arabien, aber auch durch Wegzölle entlang der Grenzen zwischen Irak und Syrien. Mit den Landgewinnen nahmen die Gewinne aus illegalen Ölverkäufen der kontrollierten Felder zu.

Söldner

In den Reihen der Gruppe kämpfen internationale Brigaden, darunter Muslime aus Nordafrika und den arabischen Golfstaaten sowie Konvertiten aus Europa und Nordamerika.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Günther Schemutat

25.08.2014, 13:08 Uhr

Am ersten Sept 2014 wird die Deutsch/Türkisch ISIS Koalition
aus allen Parteien ihr wahres G.esicht zeigen. Das man den Kurden einen eigenen Staat verwehrt ist unverschämt und selektierung. Während der Kosovo von ROT/GRÜN freigebombt wurde und 10 Jahre sinnloser Krieg in Afghanistan geführt wurde, sind die Kurdenhasser bei
Selbstbestimmung der Kurden einer Meinung. Niemals!

Ganz perfide sind Politiker die tatsächlich 500 000 Tausend Flüchtlinge nach Deutschland und Europa holen wollen. Sie unterstützen die Schlächter der Isis indem sie ihnen die Heimet der Flüchtlinge auf dem Silbertablett schenken.

Aber wie gesagt , die Isis und die Türkei lachen sich schon halbtot über Deutschland. Danke für die erregenen Debatten. Wir greifen derweil die Kurden an und schicken euch die modernen Waffen der Kurden als Erinnerung.

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