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02.06.2016

17:03 Uhr

Terror in Deutschland

Kampf gegen eine Hydra

VonThomas Sigmund

Der geplante Anschlag in Düsseldorf lässt Schlimmes befürchten. So bitter es ist: Die Bürger werden unfreiwillig weiter an Freiheit einbüßen, um sicher leben zu können. Ein Kommentar.

Jeder Versuch der Beseitigung führt nur zur Eskalation. Imago

Freiheitswille

Jeder Versuch der Beseitigung führt nur zur Eskalation.

Die gute Nachricht vorneweg. Die deutschen Sicherheitsbehörden arbeiten professionell. Die Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) sind nicht dazu gekommen einen blutigen Anschlag auf die Düsseldorfer Altstadt zu verüben. Die Terror-Zelle wurde ausgehoben, bevor sie zuschlagen konnte. Die Bürger können unseren wachsamen Sicherheitsbehörden dankbar sein.

Das war es dann aber schon mit den positiven Nachrichten, an einem Tag, an dem einem sofort wieder die fürchterlichen Bilder des Terroranschlags in Brüssel in Erinnerung gerufen werden. Bei den Anschlägen auf den Flughafen und die U-Bahn sind 31 Menschen getötet und 270 verletzt worden. Das ist noch nicht einmal drei Monate her. Brüssel liegt lediglich zwei Autofahrstunden von Düsseldorf entfernt.

Der IS drohte bereits nach dem Attentat in Brüssel auf Twitter: „Macht euch auf mehr Bomben gefasst — auch in Deutschland.“ Wie sich jetzt herausstellt waren das keine leeren Drohungen. Zwei der vier Attentäter sollen laut den Ermittlern 2014 im Auftrag der IS-Führung aus Syrien in die Türkei gereist, 2015 dann kamen sie über die Balkanroute nach Deutschland. Es wirkt angesichts dieser Erkenntnisse wie ein Wunder, dass es in Deutschland immer wieder gelungen ist, solch lang geplante Anschläge zu verhindern.

Die vielen Namen der Extremistenmiliz IS

Isil

Die Abkürzung steht für „Islamischer Staat im Irak und der Levante“ und ist vor allem im Englischen noch häufig zu hören. Sie kommt der Übersetzung des arabischen Namens recht nahe. Dort ist vom Islamischen Staat im Irak und „al-Scham“ die Rede, also Großsyrien unter den Omajaden und später den Abbasiden.

Isis

Die Kurzform von „Islamischer Staat im Irak und Syrien“.

Isig

Diese Abkürzung benutzt die Bundesanwaltschaft in ihren Pressemitteilungen. Sie steht für den „Islamischen Staat im Irak und Großsyrien“.

IS

So nennt sich die Organisation selbst seit der Ausrufung ihres Kalifats 2014. Die Abkürzung steht für „Islamischer Staat“. Kritiker lehnen diese Bezeichnung ab, weil sie den Anspruch der Miliz untermauere, einen echten Staat – und noch dazu einen islamischen – geschaffen zu haben. Manche sprechen deshalb vom „sogenannten Islamischen Staat“.

Daesch oder Daisch

Als Alternative ist in den vergangenen Monaten vermehrt die Bezeichnung Daesch oder Daisch in Mode gekommen. Dies ist die arabische Abkürzung für die Bezeichnung „Islamischer Staat im Irak und al-Scham“ (Al Daula al-Islamija fi al-Irak wa al-Scham). In den Ohren von Muttersprachlern klingt sie despektierlich, der IS selbst lehnt sie ab. Das ist ein Grund mehr für Gegner der Extremisten, sie zu verwenden.

Nur wie wappnet sich eine Stadt wie Düsseldorf gegen den Terror? Laut der Bundesanwaltschaft sollten sich im Stadtzentrum zuerst zwei Attentäter mit Sprengwesten in die Luft jagen. Anschließend hätten weitere Terroristen möglichst viele Passanten mit Gewehren und weiteren Sprengsätzen getötet. Soll der Oberbürgermeister jetzt die Königsallee sperren und die alle Besucher der Altstadt einer genauen Leibesvisitation unterziehen? Das ist natürlich absurd.
Die Biografien der Attentäter und die Struktur der Anschlagsvorbereitungen zeigen die internationale Vernetzung der Täter. Es wäre deshalb nur konsequent, wenn die Sicherheitsbehörden in Europa noch stärker zusammenarbeiten würden. Daran hapert es. Es lohnt sich auch ein Blick nach Israel. Das Land lebt seit Jahrzehnten mit dem Terror und und besitzt inzwischen die ausgefeiltesten Sicherheitstechniken. Davon kann Deutschland lernen.

IS-Terrorzelle: Islamisten planten Anschlag in Düsseldorf

IS-Terrorzelle

Islamisten planten Anschlag in Düsseldorf

Im Auftrag der Terrormiliz IS haben vier Männer ein Attentat in der Düsseldorfer Altstadt vorbereitet. Zwei von ihnen wollten sich in die Luft sprengen. Die Männer wurden verhaftet. Die Polizei erfuhr früh von den Plänen.

So bitter es ist. Die Bürger werden weiter an Freiheit einbüßen, um sicher leben zu können. Die Terrorwelle wird uns noch Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte begleiten. Die Statistiken der Sicherheitsbehörden zeigen, auf was die Bürger vorbereiten müssen. Etwa 5.000 Europäer, darunter 800 Deutsche, haben sich inzwischen dem IS angeschlossen. Zwischen 25 und 40 Prozent dieser Menschen sind mittlerweile wieder zurück in ihren Heimatländern. Hinzu kommen Fanatiker, die den Islamischen Staat hier im Land fördern. In Deutschland wächst eine Hydra heran, der man gar nicht so schnell die Köpfe abschlagen kann, wie sie nachwachsen.

Kommentare (16)

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02.06.2016, 17:14 Uhr

Die Muslims wollten gerade ein wichtiges Zentrum des Besäufnis in die Luft Sprengen, da muß
das Herr rann und die Beizen Schützen. Wo der Suff anfangt hört die Demokratie auf und die Freiheit wird nicht irgendwo verteidigt, sonder vor und in der Kneipe.

Account gelöscht!

02.06.2016, 17:15 Uhr

Heer logo

Herr Caro Schmidt

02.06.2016, 17:17 Uhr

Hat man uns weis machen wollen, dass mit den Migranten keine Terroristen kommen?! JA oder NEIN?! JA, hat man! Wieviele Interviews mussten wir sehen, in denen wir als dumm bezeichnet wurden, weil wir natürlich davon ausgegangen sind, dass sowas auf uns zu kommt. Alle Medien behaupteten, dass Terroristen doch nie so vorgehen würden. Wir haben es nicht geglaubt und "Lügenpresse" gesagt. Und - wer hat RECHT gehabt? Wo sind die Journalisten und "Fachleute" jetzt?!

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